Juli 16, 2016

Liebe Leser,  eigentlich wollte ich in die Überschrift „Eilmeldung“ schreiben. Doch genau in diesem Moment hat mich eine wirkliche „Eilmeldung“ erreicht. Von Spiegel Online. „90 Tote und 1154 Verletzte bei Putschversuch in der Türkei.“ Ich bin schockiert, zugleich sprachlos und machtlos, weiß nicht was ich tun soll und verspüre die immer größer werdende Angst Zeitzeuge einer verheerende Katastrophe zu werden. Gestern mit einem #PrayForNice den Tag gestartet und  heute wieder mit einem #PrayForTurkey aufgewacht. Was ist bloß los? Nun aber…

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Manchmal darf man auch träumen und spinnen

Mai 25, 2016
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Manchmal darf man auch träumen. Und spinnen. Das ist völlig okay … Wir stehen in der Dunkelheit und haben uns nichts mehr und doch so viel zu sagen. Der Regen durchnässt meine Haare. Eine dicke Haarsträhne klebt mir auf der Stirn. Mir ist kalt und ich beginne zu frösteln. Das einzige was mich ein bisschen warm hält sind deine glühend heißen Lippen, die mein Gesicht mit winzig kleinen, behutsamen Küssen bedecken. Ein Kuss auf die Stirn, auf die rechte, dann…

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Ich bin bald bei dir, Baby

April 29, 2016
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Die Schwärze des Himmelszeltes nimmt mir die Sicht. Der Boden unter mir ist feucht. Aus der Ferne höre ich das Klopfen eines Spechtes und das Heulen eines Hundes. Der Wind ist kalt. Ich ziehe die Kapuze tief ins Gesicht und kringele mich auf dem feuchten Boden zusammen. Und bleibe hier liegen, bis die Morgensonne aufbricht. Ich bleibe hier liegen bis ich wieder sehen kann wohin ich gehen muss. Und irgendwas in der Dunkelheit streichelt meine Wangen. Vielleicht ist es deine…

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Wir können für immer glücklich sein

April 26, 2016
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Letzte Woche hielt ich eine Präsentation in der Uni über das Bruttonationalglück in Bhutan. Bhutan ist ein südasiatischer Kleinstaat, ein grüner Fleck auf der Erde und ein winziger Punkt auf der Weltkarte. Nichts Großes also. Doch scheinen sich die Medien um Bhutan zu reißen. „Hinter den Bergen bei den glücklichsten Menschen“, schreibt Spiegel Online. „Bhutan – Glück der Welt“, schreibt die Süddeutsche und die Berliner Zeitung erklärt in einem Artikel warum Bhutan arm aber glücklich ist. Und tatsächlich. Nach drei…

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Ich bin Lebenskünstler

April 16, 2016
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Lange Zeit habe ich die Pfützen Meere genannt. Einmal verließ ich das Haus ohne Regenschirm, weil ich Regenschauern mit Sonnenstrahlen verwechselte. Ich erfreute mich an den Pfützen und sprang wild in ihnen herum, weil ich dachte es wäre das Meer. Die Sirenen klangen wie das Horn eines alten Dampfers, die Scheinwerfer der Autos leuchteten wie das Licht aus einer dunklen Kajüte. Aus der ferne rief ein junger Herr mir zu, dass ich etwas anziehen soll. Ich glaubte es sei der…

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Wie viel zählt die Seele eines Menschen?

April 13, 2016
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Ich finde rosafarbene Tulpen besonders schön. Ich finde den Herbst schön, den Frühling auch. Ich finde bunte Felder und dunkle Wälder schön. Ich finde den blauen Himmel mit Schäfchenwolken und das schwarze Himmelszelt mit der Milchstraße und dem großen Wagen schön. Ich finde die Nordsee und die Alpen schön. Ich finde Posen im Osten und Paris im Westen schön. Ich finde Gegensätze schön, weil sie sich anziehen und zusammen immer etwas Ganzes ergeben. Ich finde aber auch lange Kleider und…

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Abhauen und nie wieder kommen

April 5, 2016
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„Bevor die Sonne aufgeht schon Wegfahrpläne schmieden. Die ersten Sonnenstrahlen mit einem Zigarettenzug inhalieren und die Musik ganz leise aufdrehen. Noch ein bisschen lauter. Bis der Bass ganz heimlich den Herzschlag kontrolliert. Mut schöpfen und Schnürsenkel binden. Zwei Marmeladenbrote schmieren und eine Wasserflasche in die Tasche stopfen. Zigarettenstummel die Toilette hinunterspülen, den pinken Kaugummi hinter dem Ohr hervorholen und wieder in den Mund stecken. Einen Blick auf die Uhr werfen. 6 Uhr in der früh. Die Sonne geht gleich auf.…

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MEIN LIEBLINGSORT – FÜNF TAGE AN DER NORDSEE

März 29, 2016
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Das mit dem Wohlfühlen, das ist so eine Sache. Darüber könnte man einen Roman schreiben. Ich glaube nicht an Liebe auf den ersten Blick, aber ich Glaube an den einen Ort, den jeder Mensch besitzt, an dem er sich wohlfühlen kann. So richtig, richtig wohlfühlen kann. Ich glaube aber auch, dass nichts für die Ewigkeit ist und ich glaube ich, dass jener Ort, an dem man sich so unbeschreiblich wohlfühlen kann, jeden Tag ein Anderer sein kann. Na gut, vielleicht…

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THE POWER OF A CITY – TWO WEEKS IN MILAN

März 20, 2016
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„Mona?“ Ich neige den Kopf zur Seite und sehe sie an. „Mir ist etwas aufgefallen.“ Jetzt blinzele ich ihr etwas tiefer in die Augen, lege den Kopf auf meine rechte Schulter und ziehe die Mundwinkel ein bisschen nach unten – ich glaube ich sehe aus wie ein Dackel, ein treudoofer Dackel, der sein Herrchen nicht versteht. „Sieh mich nicht so verständnislos an. Du weißt genau, was ich meine“, grinst sie. Ich wackele mit dem Kopf hin und her. „Schon wieder.…

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