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Recap

[Weekly Recap] Von falschen Freunden und Girlboss werden

November 6, 2016

Es ist ein Freitag Nachmittag. Einer dieser Freitag Nachmittage, an dem man bereits um 13 Uhr die Arbeitsunterlagen vorsichtig in die Schubladen schiebt, den Kalender leise eine Woche weiter blättert und den Rechner heimlich herunter fährt. Es ist einer dieser Freitag Nachmittage, an dem die Woche einen endgültig in die Knie gezwängt hat, man dem Wochenende eigentlich nur noch entgegen hechelt. Ich mag genau diese Freitag Nachmittage. Dann habe ich immer das Gefühl, ich hätte viel geschafft, genug geschafft, um…

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[Weekly Recap] Von Liebeskummer, meinem Buch und Erwachsensein

Oktober 30, 2016

Ich stehe vorm Fenster. Der Wind schleicht durch die winzigen Poren des alten Rahmens, dessen weiße Farbe langsam abblättert. Mit der Hand streiche ich über die bereits abgeblätterten Stellen und spüre jede Faser des alten Holzes, ramme mir einen Splitter in den Daumen, quieke kurz auf und verstumme noch im selben Moment. Die Blätter der Bäume haben sich in ein warmes Gelb verfärbt. Wenn die Sonne durch die Baumkronen scheint, einen Hauch von Glitzer auf den nassen, dunklen Asphalt wirft,…

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[Weekly Recap] Von zu viel Alltag und Liebe auf den ersten Blick

Oktober 23, 2016

Der silberne Löffel mit der Vergoldung am Ende schlägt zum dritten Mal an die schlichtweiße Kaffeetasse. Meine Freundin wirft mir einen misstrauischen Blick zu. Ich spüre, wie ihr die Frage auf der Zunge brennt, ob alles okay sei. Ich zwinge mich ein viertes Mal gegen die Tasse zu klirren und puste beschämt, kleine winzige Bläschen in den weißen Schaum, der mit Kakaokrümeln überzogen ist. „Alles okay?“, erlöst sie das Schweigen und packt mich am Arm – zu fest. Ich beiße…

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[Weekly Recap] Von Michelle Obama und Karottenkuchen

Oktober 16, 2016

„Herein“, murmele ich genervt, weil ich weiß, dass gleich Mama mit ihrem Wuschelkopf durch den Türspalt lugt und mich fragt, ob ich eine heiße Milch mit Honig trinken möchte, da ich schon den ganzen Nachmittag ein seltsames Grummeln im Magen haben. „Herein“, stöhne ich noch einmal und funkele die Tür mit grimmiger Miene an. Keine Reaktion. „Du kannst hereinkommen, Mama“, sage ich ein letztes Mal, ziehe die Buchstaben dabei so weit auseinander, dass mir das Atmen schwer fällt. Ich keuche…

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