Der erste Advent #wennsichdieweltnichtverändert

November 29, 2015

Und wieder fühlt sich das alles so an, als hätte ich mir das nur eingebildet. Erneut beschleicht mich dieses miese Gefühl, ich hätte mir das alles nur erfunden. Das passiert mir in letzter Zeit öfter. Irgendwie, weil ich nicht fassen kann, dass all das hier real sein soll.
Es ist der letzte Sonntag im November. Der erste Advent. Ich hocke mit angewinkelten Beinen auf den Sofa, die von meinen Armen fest umschlungen werden und stöbere durch die Fernsehprogramme auf der Suche nach einem Weihnachtsfilm. Als ich auf dem dreiundvierzigsten Programm ankomme und die Sprache immer unverständlicher wird, muss ich mich geschlagen geben. Einen Weihnachtsfilm, wie ich ihn letztes Jahr, es war auch der erste Advent, mit Mama geschaut habe, gibt es dieses Jahr wohl nicht. Im Hintergrund höre ich das Rauschen meines viel zu alten Radios, dass seit heute Morgen pausenlos durchrauscht, weil ich die Hoffnung nicht aufgeben will, wenigstens ein einziges Weihnachtslied hören zu können.
Ich zünde die erste Kerze an. Dann puste ich sie wieder aus und versuche meine Gefühle wegzublasen. Jeglicher Versuch scheitert und ich fühle mich gezwungen das Gefühl, was ich nicht in Worten beschreiben kann, anzunehmen. Dieses unmöglich zu beschreibende Gefühl, ich bin mir sicher du kennst es auch, zwickt mich, beißt mich und ich habe das Gefühl, dass es mich bald auffrisst.
Ich zünde die Kerze wieder an und beobachte das Tanzen der Flamme eine ganze Weile und frage mich, ob ich nächstes Jahr auch noch hier sitzen werde, und das Getänzel der Flamme beobachten werde, wenn sich die Welt nicht verändert.
Da ist es wieder, das Gefühl, das mich zwickt. Das unmöglich zu beschreibende Gefühl, in Worten könnte man es vielleicht „Wenn sich die Welt nicht verändert“ nennen, das mich seit Tagen plagt.
Ich denke an jenen Tag, an dem das Gefühl zum ersten mal auftauchte.
Der Sommer war kaum vorbei, da stand der September vor der Tür. Es war ein Samstag Morgen, an dem ich sah, wie eine Aushilfe im Supermarkt die Regal mit den ersten Lebkuchen und Spekulatius füllte. Ich erinnere mich noch ein mein „Wer-kauft-denn-jetzt-schon-Weihnachtsgebäck-Grinsen“, als ich noch meinen Wagen mit frischem Obst und einer Packung Vanilleeis füllte. An der Kasse musste ich allerdings feststellen, wie sich mein Grinsen urplötzlich in eine fassungslose „Das-kann-doch-nicht-wahr-sein-Mimik“ verwandelte. Der Mann hinter mir, hatte tatsächlich zwei Packungen Lebkuchen in seinem Körbchen liegen. Mit einem Kopfschütteln drehte ich mich wieder um und legte meine zwei Bananen und mein Vanilleeis auf das Kassenband.
Eine Woche später ertappte ich mich dabei, wie auch ich zur ersten Packung Lebkuchen griff. Zugegeben, mir war es anfangs ein bisschen peinlich. Deshalb versteckte ich die Packung auch unter zwei Milchtüten, als ich sie auf das Kassenband legte. Was mich beruhigte war die Frau vor mir, die einen großen Stollen kaufte.
Zuhause tauchte dann zum ersten Mal dieses unmöglich zu beschreibende Gefühl auf. „Wenn sich die Welt nicht verändert, wird es dann nächstes Jahr schon im August Lebkuchen geben? Oder im Juni, im März, oder doch schon zu Jahresbeginn?“
In den nächsten Wochen besuchte mich das Gefühl immer öfter und öfter. Irgendwann gehörte es zum Alltag und, man mag mich für verrückt halten, aber in Momenten, in denen es dann mal nicht da war, fragte ich mich, ob irgendetwas nicht stimmte.
Tatsächlich konnte ich feststellen, dass ich mir in solchen Momenten, in denen das „Wenn sich die Welt nicht verändert-Gefühl“ nicht auftaucht, nur einbilde, dass alles schön und gut sei.
Ich sitze noch immer auf dem Sofa und beobachte das Getänzelt der Flamme. Ich blinzele ganz fest die Augen zusammen. Dann sehe ich wie sich etwas in der Flamme bewegt. Ich kneife die Augen noch ein bisschen fester zusammen und erkenne, dass das was sich in der Flamme abspielt mein 25jähriges ich ist, daneben meine Eltern, Mama und Papa, und irgendwo im Hintergrund meine ich die Stimme meines nun 16jährigen Bruders zu hören, der zur deutscher Rapmusik mit jodelt.
Wir schreiben das Jahr 2021. Es ist der erste Advent. Gestern Abend bin ich aus London eingereist. Ich bin mittlerweile eine vielbeschäftigte Journalistin und echter Workaholic. Eingereist bin ich nur, weil ich morgen ein wichtiges Meeting in der Nähe meiner alten Heimat habe. Das der erste Advent ist, habe ich vor zwei Minuten erst gemerkt, als ich meinen Terminkalender auf dem Smartphone durchgegangen bin. Im ersten Moment zucke ich zusammen und erschrecke mich ein bisschen vor mir selber oder besser gesagt vor dem Gedanken, dieses Jahr noch nicht einmal an Weihnachten gedacht zu haben. Das einzige was mich gerade beruhigt ist der Blick ins Wohnzimmer. Kein Adventskranz, kein Kerzenlicht, nichtmal mehr die Lichterkette, die früher immer zur Weihnachtszeit mit Ach und Krach am angebracht wurde, schaukelt am Fenster. Das einzige was auf dem Wohnzimmertisch steht, da wo sich zu jener Zeit noch ein Kranz mit vier roten, dicken Kerzen befand, befindet sich nun eine Vase mit ein paar bunten Blumen, die aussehen, als hätten wir Sommer. Und das einzige, was am Fenster zu sehen ist, sind Regentropfen, die wie Tränen, am Fenster herunter kullern und eine wässrige Spur hinterlassen.
Ich stehe in der Küche und beobachte nun meine Mama, die den Backofen jetzt öffnet. Dort wo eigentlich ein Duft von warmen Plätzchen herauskommen sollte, dringt mir nun ein Geruch von fettigen Pommes Frites ins Bewusstsein.
In dem Moment, an dem wir eigentlich alle gemeinsam am Tisch sitzen und das Essen zu uns nehmen, schnappt sich mein Bruder eine Pommes und verabschiedet sich mit einem „Bis später“. Papa nimmt sich seinen Teller mit vor den Fernseher, ich lasse meinen Teller unberührt und verschwinde ins Fitnessstudio und Mama bleibt allein in der Küche zurück.
Obwohl es ein Sonntag ist, dazu der erste Advent, ist das Fitnessstudio überfüllt. Ich erinnere mich an die letzten Jahre. Da war es hier am ersten Advent immer leer. Vor fünf Jahren hing sogar ein Schild vor der Tür, dass heute geschlossen ist. Aber dieses Jahr ist das anders. Anstatt sich am ersten Advent den ersten Weihnachtsspeck lachend und schmatzend anzufuttern, trainiert man dieses Jahr die Pfunde mit qualvollen und schweißtreibenden Kniebeugen ab. Die Pfunde von was frage ich mich, als ich meine dreißigminütigen Laufbandeinheit hinter mich lege. Plätzchen habe ich dieses Jahr noch nicht einmal angerührt. Lebkuchen und Spekulatius kaufe ich erst gar nicht mehr, weil die mittlerweile zum Standard Sortiment, wie die Milka Schokolade, gehören. Und davon abgesehen sind Plätzchen, Stollen und Co. auch gar keine Option mehr. Erst neulich habe ich in der Zeitung gelesen (ja, die gibt es wirklich noch), dass die Verkaufszahlen von Süßwaren immer weiter sinken. „Schuld sei die Welt“, stand ganz groß darüber. Mit einem Kopfnicken bestätigte ich den Artikel, denn die Welt wird mittlerweile von Fitness Junkies und Healthy Food Lovern dominiert. Auch ich gehöre dazu. Auch ich muss mein Sixpack halten. Deshalb sind Plätzchen, Stollen und Co. auch keine Option für mich. Und außerdem hatte ich eigentlich auch schon vergessen, dass man sowas zu dieser Zeit isst bzw. aß. Aber das, was an dem heutigen Tag einmal war, ist längst out.
Ein Adventskranz am ersten Advent, ein gemeinsamer Familiennachmittag mit Plätzchen und Stollen vorm Kaminfeuer und ein geschlossenes Fitnessstudio gehören längst zu den schwarz-weiß Bildern von damals.
Wir schreiben das Jahr 2021 und haben den ersten Advent vergessen. Wir tun so als sei dieser Sonntag ein Sonntag wie jeder andere auch.
Das wir vor wenigen Jahren mit dem Anzünden der ersten Kerze das Kirchenjahr eingeläutet haben, uns auf Weihnachten und die Geburt Jesus Christus vorbereitet haben, wissen wir längst nicht mehr.
Wir wissen längst nicht mehr, was einmal war und vergessen wer wir eigentlich sind.

Das Klingeln eines Glöckchens aus dem Fernsehen holt mich wieder zurück ins Jahr 2015. Endlich erscheint ein Weihnachtsfilm auf dem Bildschirm meines Fernsehers.
Ich versuche mich auf den Film zu konzentrieren, auf den Weihnachtsmann mit roter Zipfelmütze, auf das Rentier mit einer roten Nase und den Wichtel, der im Hintergrund mit dem Weihnachtsglöckchen klingelt. Aber das Gefühl „Wenn sich die Welt nicht verändert“ lässt mich nicht los.
Dickflüssige ölige Zweifel kommen in mir auf und ich befürchte, dass wir dieses Jahr das letzte Mal am ersten Advent eine Kerze anstecken werden, wenn sich die Welt nicht verändert.

10 Comments

  • sternfluesterer November 29, 2015 at 18:17

    Das ist ein sehr bewegender Text, in dem ich einmal wieder manche meiner eigenen Gedanken und Empfindungen wieder gefunden habe. –

    Ich muss mich schon seit einiger Zeit bemühen, dass ich um die Advents- und Weihnachtszeit nicht noch trauriger und schwermütiger werde, als während der meist grauen Novembertage. In diesem Jahr habe ich insoweit besonders zu kämpfen. Der Irrsinn, der auf unserer Welt tobt, ist noch unmittelbarer geworden, und ich fühle mich hilfloser, einflussloser, ohnmächtiger und angsterfüllter als je zuvor.

    Ich habe mir aber vorgenommen, gegen dieses ganze Ungemach anzuleben. Und dazu gehört, vielleicht nicht zuvorderst und sicher nicht als das Wichtigste, für mich Advent und Weinachten weiter so zu leben, wie ich es mir denke, wünsche und vorstelle. Dazu gehört wenig von dem, was um mich herum passiert. Das erscheint mir spätestens seit sieben Jahren so unglaublich paradox und fremd. –

    Es war jene Endnovemberzeit wie jetzt. Ich hatte eine unglaublich gute Kollegin und Freundin besucht. Ich trat mit Tränen in den Augen auf die Straße, denn sie war so sehr krank, dass sie viel, viel zu früh und viel zu jung drei Wochen später sterben würde. Ich konnte mir an jenem Tag einfach nicht vorstellen, dass ich sie zum letzten Mal lebend gesehen haben würde, auch wenn die Krankheit sie schon serh gezeichnet hatte.

    Ich trat also auf die Straße und nach nur etwa 100 Metern war der Weihnachtsmarkt der Landeshaupotstadt um mich herum, die vielen wuselnden, mampfenden, mit Einkaufstüten beladenen Menschen. Ein Geschiebe, ein Gedränge, hektiche Gespräche, Kindergeschrei … Ich lief wie durch einen Film zu dem ich nicht gehörte. – Ich dachte an Annette und ich wünschte mir, mit ihr noch einmal einen schönen heißen Tee trinken zu können, so wie vor ein paar Minuten. Dann würde für mich Weihnachten sein.

    Ich mache keine Weihnachtshektik mehr mit. Ich wünsche mir grundsätzlich nichts Materielles mehr zuz Weihnachten, ein Buch vielleicht, mehr aber kaum. Ich möchte Weihnachtsmusik hören, eine besinnliche Atmosphäre empfinden können, ich wünsche mir heißen Tee und etwas von dem was den schönen Duft verströmen lässt, der weihnachten ausmacht. Ich wünsche mir, meiner Familie, meinen Freunden, den nicht machtgierenden, den nicht reichtumsbessseneen, den nicht gewalttätigen, den menschlichen Menschen der ganzen Welt, dass sie mehr und bewusster aneinander denken in dieser Zeit, sich einander nah fühlen, egal welcher Religion sie angehören.

    Ich wünsche mir das IMMER, aber in der Adventszeit und zu Weihnachten besonders. Annette hat IMMER dem gemäß gelebt, in ihrer ganz eigenen unverwechselbaren Art, die oft ganz anders war als die meine, lauter, risikofreudiger, spontaner. Aber im Herzen waren wir uns sehr ähnlich.

    Ich versuche mit ihr und für sie weiter zu leben. Mir begegnen Mneschen, die diesem Credo ebenso folgen (ich weiß, dass Du auch „so eine“ bist), auch auf unterschiedliche Arten und Weisen, aber sich im Herzen nah seiend. – Es ist wichtig, das wir, die wir so empfinden, uns bewusst machen, dass wir viele sind, nicht so allein, wie wir uns manchmal fühlen.

    Das mag zuwenig sein, um die Welt zu retten, aber es ist mir genug Ansporn, nicht einfach loszulassen.

    Ich wünsche allen Menschen, die so oder ähnlich empfinden, wie ich das beschrieben habe, dass sie bitte, bitte, diesen Ansporn auch behalten. – Dann ist Weihnachten. Das ganze Jahr lang.

    Ich wünsche Dir, ich wünsche uns, diesen Ansporn, liebe Mona! Ich habe für uns beide einen wundervoll duftenden Tee gemacht …

    Von Herzen ganz liebe Grüße an Dich!

    • Mona Kuehlewind November 29, 2015 at 18:41

      Weißt du wie schön es sich gerade angefühlt hat, deine Worte zu lesen?
      Ich habe eben mit einem traurigem Auge das Telefon aufgelegt, als ich mich wieder am Telefon mit einem „Tschüss“ von meiner Oma verabschieden musste. Und dann habe ich gesehen, dass du mir eine Nachricht unter meinem Eintrag hinterlassen hast. Und dann habe ich mich urplötzlich gefreut, und als ich deine Nachricht zu Ende gelesen habe, war ich noch erfreuter. Ich freue mich, dass du so denkst, wie ich denke. Ich erfreue mich daran, dass ich nicht allein bin, dass es Menschen gibt, die diesen „Ansporn“ wie du es bezeichnest sich wünschen. Alle Menschen sollten doch diesen Wunsch, diesen Ansporn haben.
      Wir könnten dann eine so viel bessere Welt sein.
      Ich danke Dir! Ich danke dir von Herzen und geniesse den Tee. Ich hoffe du auch.

      PS: Auf den nächsten Tee lade ich dich ein!

  • nurmalich November 29, 2015 at 19:55

    Die Welt verändert sich.

    ADVENT früher:

    A ngenehmer
    D uft
    V erströmt. –
    E s riecht
    N ach
    T annenzweigen

    und ADVENT heute:

    A uf geht’s
    D as zu
    V erschenkende
    E inkaufen,
    N achher
    T auschen.

    Vielleicht muss die Welt endlich aufhören, sich in dieser Richtung zu verändern.

    • Mona Kuehlewind November 30, 2015 at 20:15

      Die richtigen Worte hast du für die Buchstaben gewählt. Doch muss ich dir sagen, dass ich das „vielleicht“ in deinem letzten Satz streichen würde, denn für mich ist es kein „vielleicht“, für mich ist es ein „muss“, dass sich die Welt wandeln/verändern muss.

  • Anonymous November 30, 2015 at 8:19

    Advent ist vor allem eines – Hoffnung und Erwartung. Wenn wir beides aufgeben, dann ist nächstes Jahr wirklich kein Kerzerl mehr da, dass wir anzünden können.
    Leute wie wir, die noch die Fähigkeit zu echtem Fühlen und ehrlichem Denken behalten haben, sind es aber, die diese Hoffnung und Erwartung mit all der Kraft unseres Herzens weiter tragen.
    Ich wünsche dir und den anderen, die Kraft, die Hoffnung und den Glauben, dass sich die Welt bereits ändert. Jetzt genau in dem Augenblick, indem wir uns das vorstellen.

  • derfuchsi November 30, 2015 at 10:22

    Advent ist was wir daraus machen.
    Wir machen uns Weihnachten selbst kaputt, nicht die Anderen.

    Weihnachtsgebäck gibt es bei uns grundsätzlich erst zur Adventszeit und nicht schon im Sommer. Dann bleibt es etwas Besonderes.
    Aber überhaupt backen wir als Familie lieber zusammen Plätzchen. Da die meist noch „ziehen“ müssen allerdings schon Mitte November, damit wird bei uns die Weihnachtszeit langsam eingeläutet. Weihnachtsschmuck pünktlich zum ersten Advent.

    Wir Erwachsenen haben uns im Familienkreis irgendwann geeinigt uns nichts mehr großartig zu Weihnachten zu schenken und es war eine Erleichterung für alle habe ich das Gefühl. Es hat sowieso schon jeder alles oder könnte es sich kaufen. Der Stress mit der Suche nach dem richtigen Geschenk vermiest einem nur die Stimmung. Und wenn sich jemand wirklich über Geschenke freut dann die Kinder.
    Und die Großeltern.
    Die würden das nicht mehr verstehen warum es plötzlich kein Geschenk mehr gibt. Aber kleine Aufmerksamkeiten gehen natürlich trotzdem immer oder wenn sich gerade etwas anbietet weil man weiß dass der Andere gerade etwas braucht.
    Man muss aber nicht.
    Und das ist sehr entspannend.

    Keine Weihnachtsstimmung im Fernsehen ? Dann greife zur Selbsthilfe.Dann gibt es zur Not etwas aus der Konserve.
    Am Samstag haben wir uns zusammen aus der Konserve „Hüter des Lichts“ angesehen. Kann ich übrigens nur empfehlen, zauberhaft.

    Es will generell nicht so recht Weihnachtsstimmung aufkommen (Kenne ich aus meiner Single-Zeit)? Selbst schuld wenn man auch nichts selbst dafür tut und nicht mal ein klein wenig Schmückt und sich ein wenig Zeit für Besinnung nimmt.

    Wir müssen selbst die Spannung rausnehmen und uns mehr auf das Konzentrieren was Weihnachten wirklich wichtig ist. Vielleicht stoßen wir bei Anderen damit auf Unverständnis. Vielleicht rennen wir aber auch offene Türen ein.

    Gesegnete Weihnachten

  • Paula Johannson November 30, 2015 at 12:01

    Hallo Mona,
    deine Zeilen berühren mich sehr. Auch ich habe kürzlich auf meinem Blog (paulasschulgedanken.wordpress.com) in ähnlicher Weise darüber nachgedacht. Wir sollten mehr zum Ursprünglichen zurückkehren und uns nicht hetzen lassen vom Alltagsstress und von der Amerikanisierung. Lebkuchen und Stolle gehören definitiv nicht in den Monat September, alte Bräuche und Traditionen sollten mehr in den Vordergrund rücken. Für mich bedeutet der Advent vor allem, Zeit zu haben. Zeit für mich, für meine Kinder, für meinen Mann. Gemütlich vorm Ofen hocken und tatsächlich erst mit dem ersten Advent Weihnachtsgebäck naschen, weihnachtliche Geschichten lesen oder auch Weihnachtsfilme schauen, Kerzenlicht genießen, überlegen, womit man anderen eine Freude machen könnte zum Weihnachtsfest, nach langen Spaziergängen sich einen Glühwein genehmigen. Stattdessen jagt eine Veranstaltung die nächste, wir kommen kaum zum Luftholen, im Nu ist die Adventszeit, die eigentlich besinnliche, vorüber. Darum habe ich letztens auf meinem Blog die Frage gestellt: Weihnachtsfeier im Kollegium – muss das auch noch sein? Mir wird es zuviel, ich möchte lieber alle mögliche Zeit mit meiner Familie verbringen. Und dafür muss ich mich auch noch begründen oder werde schief angesehen. Aber ganz ehrlich, wie viel Zeit bleibt einem, bis die Kinder aus dem Haus gehen? Es sind nicht viele Jahre, die man gemeinsam verlebt. Außerdem ist die Adventszeit auch keine ewige Zeit, sie ist kurz, in der Regel 3 1/2 Wochen. Besinnlichkeit in der kurzen Zeit genießen zu dürfen, stellt einen scheinbar immer wieder vor eine schwierige Aufgabe.
    LG Paula

    • Mona Kuehlewind November 30, 2015 at 20:13

      Liebe Paula,
      ich bin ganz deiner Meinung und fühle mit dir.
      Ich werde mir mal deinen Beitrag durchlesen, ich bin gespannt.
      Danke dir für deine Worte.

      Liebste Grüße,
      Mona

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