Ein frisch gebackener Hamburger

August 6, 2015

 

Hinweis: JEDER HAMBURGER IST EIN INDIVIDUUM!

Aus diesem Grund solltest du mein Rezept nicht befolgen und dich lieber an deinem eigenen Plan versuchen. Lass dich jetzt aber bloss nicht abhalten die kleine Story zu lesen, denn vielleicht motiviert sie dich ja. Irgendwie, irgendwann und irgendwo.
Zu aller erst die Nährwertangaben:

Ein frisch gebackener Hamburger meiner Art bringt stolze 48kg auf die Waage. Diese Portion bedarf ca. 2300 Kalorien. Aufgeteilt wird diese Kalorienanzahl in etwa 317g Kohlenhydrate, 150g Eiweiß und 45g Fett zusammen. Aus welchen Lebensmitteln ich die Makro- und Mikronährstoffe wähle, spielt erstmal eine eher untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist es, dass der Hamburger meiner Art die Bilanz von 2300 Kalorien niemals unterschreitet. Anderenfalls wird er in sich zusammenfallen und aussehen wie ein Fladenbrot, anstatt wie ein richtiger Hamburger. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass jeder andere Hamburger, der mehr oder weniger Kalorien hat ein Fadenbrot ist. Ganz im Gegenteil. Der Schlüssel zum erfolgreichen Hamburger liegt tatsächlich in der individuellen Anzahl von Kalorien, der individuellen Zusammensetzung und Anpassung der Makro- und Mikronährstoffen, sowie der Auswahl der Lebensmittel. Zu Punkt eins und Punkt zwei, also der individuellen Anzahl von Kalorien und der Zusammensetzung von Makro- und Mikronährstoffen, die ein Hamburger meiner Art benötigt, habe ich mich bereits geäußert. Nun zu Punkt drei, der Auswahl der Lebensmittel. Da ich weder Veganer noch Vegetarier bin, findet ihr auf meinem Plan auch Fleisch, Milchprodukte und Eier, und das in MENGEN. Klar, ich könnte für den Hamburger meiner Art locker eine Pizza verwenden. Ich könnte mich aber auch problemlos für sechs Schokoladen-Kinderriegel entscheiden und hätte sogar immer noch 1500 Kalorien offen. Ich könnte meinen Plan sogar so umschmeißen, dass ich den Eisverkäufer nicht jedes Mal nur mit einem Lächeln passieren müsste und mich auf Geburtstagen nicht nur am Salatbuffet anstellen müsste. Und wenn ich wollte, dann könnte ich mir auf Partys sogar „die Kante geben“. Warum ich das alles aber nicht tue? Stell du dir doch mal einen Hamburger mit Kinderriegeln, Eis, Pizza und Alkohol vor? Ist ja widerlich! Nein, Spaß beiseite.

Mal im Ernst, für einen Hamburger von dem ich die ganze Zeit hier fasele ist eine gesunde und ausgewogene Auswahl der Lebensmittel einfach wichtig.

Ich hab’s mal ausprobiert und meinen Plan ein bisschen umstrukturiert. Anstatt Süßstoff habe ich damals Zucker verwendet und ein zwei Schokoladenriegel waren auch drin. Zur Krönung natürlich noch die Salami Pizza, aber nur die Kleine. Am Ende des Tages waren die 2300 Kalorien geschafft und sogar die Makro- und Mikronährstoffe eingehalten wurden. Allerdings war der Hamburger meiner Art nicht mehr so genießbar, wie sonst immer. Irgendwie war er fad. Irgendwie fehlte so ein bisschen Energie, eben der gewisse „Pep“ und das „Wow“, wenn man ihn ansah. Deshalb lag für den Hamburger meiner Art am nächsten Tag wieder der alte Plan auf dem Tisch. Dieser Plan wurde von Zeit zu Zeit optimiert und auch heute ist er noch lange nicht fit für den Nobelpreis, überhaupt ist er noch nicht konkurrenzfähig. Aber momentan erfüllt er seinen Zweck. Der Plan, wie er heute, am Donnerstag dem 6. August 2015, in myfitness pal eingetragen wurde, genügt den Ansprüchen eines Gaumen wie meinem. Der Hamburger meiner Art bekommt dann genügend Energie und sogar ein bisschen „Pep“. Wäre er ein Mensch, dann würde man vermutlich sagen, dass er Lust und Spaß am Leben hat. Durch den Hamburger meiner Art werden die Bauern sicherlich nicht arm, denn Milchprodukte, Eier und Fleisch gehören bei mir irgendwie dazu. Den richtigen „Pep“ bekommt der Hamburger meiner Art allerdings erst durch das frische Obst und Gemüse. Weil der Hamburger meiner Art Weißmehl meidet, wird er ausschließlich mit Vollkorkprodukten gepflegt und gehegt. Weil er aber auch nur ein Hamburger, wie alle Anderen ist, muss ab und an einfach ein bisschen was Süßes her. Dann wird meist der Ofen angeschmissen und ein gesunder Leckerbissen gebacken. Dieser Plan stellt quasi die Grundlage für den Hamburger meiner Art her. Lange wurde getüftelt, lange wurde ausprobiert, abgewogen und gemessen und viel wurde überlegt. Immer wieder wurde der Plan optimiert, Dinge wurden von der Liste gestrichen und neue Dinge kamen hinzu. Nach ungefähr drei Monaten war es dann soweit. Die Basis war geschaffen und nichts stand dem Neuling mehr auf dem Weg. Ich packte meine sieben Sachen und zog nach Hamburg.

Seit einer Woche bin ich ein frisch gebackener Hamburger. Mit satten 2300 Kalorien nicht nur ein Kalorienbomben-Hamburger, sondern auch ein Healhty-Hamburger, ein Energy-Hamburger oder noch besser: ein Hamburger-All inclusive.

3 Comments

  • Der Typ von FoodLoaf August 10, 2015 at 11:30

    Sehr schön! Ich habe mich beim Anfang gefragt: 2300 kcal „nur“ bei einem 48 Kg Hamburger?! Da kann doch was nicht stimmen! Die Lösung kam recht kurz danach 😉

  • Der Typ von FoodLoaf August 10, 2015 at 17:50

    Ich glaube den schafft man dann aber kaum 😀

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