Freitag der dreizehnte

November 19, 2015

Freitag der dreizehnte.
Eigentlich mag ich Freitage. An Freitagen komme ich zur Ruhe. Eine turbulente Arbeitswoche neigt sich dem Ende und der Start ins Wochenende fällt. An Freitagen habe ich manchmal sogar frei und besuche meine Familie. So wie letzten Freitag.
Letzter Freitag, das war einer dieser Freitage, an dem ich frei habe. Geplant war ein Familienbesuch, ein bisschen Zeit um die Seele baumeln zu lassen und ein Dinner mit einem alten Freund.
Letzter Freitag, das sollte eigentlich einer dieser Freitage werden, die ich mag. Ich hatte nur vergessen, dass es ein Freitag der dreizehnte war.
Am Morgen des letzten Freitages, am Morgen des Freitages, dem 13.11.2015, als ich noch beim Frühstück saß und mir gerade ein Marmeladenbrötchen schmierte, verkündete die Radiomoderatorin aus dem Radio, was ihr heute morgen schon ungeheueres passiert sei, an diesem dreizehnten Freitag. „Sie habe sich in der U-Bahn den Kaffee über den Mantel geschüttet“. Der zweite Moderator stimmt gleich mit ein und berichtet von dem Regen, der ihn heute morgen beim Fahrradfahren unerwartet überrascht habe und ihn klitschnass gemacht habe.
Ich blätterte die Zeitung auf und der erste Artikel der mir ins Auge stach war ein Artikel, der verriet, wie man den dreizehnten Freitag umgehen kann, ohne das man sich mit dem Kaffee in der U-Bahn überschüttet, ohne, dass man vom Regen unerwartet überrascht wird, und ohne das man der schwarzen Katze vom Nachbarn über den Weg läuft.

18:56Uhr in Deutschland: Ich hörte das Auto in die Straße einbiegen. Dann die quietschenden reifen, bevor es zum stehen kam. Ein Blick aus dem Fenster verriet mir, dass es sich um das Auto meines alten Freundes handelte, der mich zum gemeinsamen Dinner abholen wollte. Von draußen hörte ich ein lautes Hupen. „Komme in zwei Minuten“, tippte ich in mein Smartphone ein und schickte die SMS raus. Ich rannte noch einmal ins Badezimmer, klatschte mir noch ein bisschen mehr Rouge auf die Wangen und roten Lippenstift auf die Lippen. Meine Haare fand ich heute furchtbar. „Warum muss ich ausgerechnet heute einen „Bad-Hair-Day“ haben?“, hörte ich mich zwei Sekunden später in den Spiegel fauchen, als die Frisur zum dritten Mal auseinander fiel. Es blieb aber keine Zeit mehr. Ich hörte ein zweites lautes Hupen, klemmte meinen Mantel unter den Arm, schmiss die Tasche über die Schulter und rannte mit offenen Schuhen das Treppenhaus hinunter. „Fahrt vorsichtig, heute ist Freitag der 13ten“, hörte ich noch irgendeine Stimme mir hinterherrufen, bevor ich die Tür mit einem augenrollenden Seufzer und einem „Wer glaubt schon an sowas?“ ins Schloss fallen ließ. Direkt vor der Haustür parkte das Auto meines Freundes. Er hatte mir bereits die Tür geöffnet. Ich ließ mich auf den Beifahrersitz fallen. Im Rückspiegel beobachtete ich wie sich seine Miene verzog, als ich die Mütze vom Kopf nahm, die ich mir noch schnell übergestülpt hatte, und meine „Bad-Hair-Day Frisur“ zum Vorschein kam. Ein breites Grinsen machte sich bemerkbar und er fing an mich auszulachen. „Es sei dir verziehen, heute ist schließlich Freitag der 13te“, lachte er dann noch lauter und schmiss den Motor an. Ich nickte und schüttelte gleichzeitig den Kopf. Mit 179 km/h brausten wir über die Autobahn. „Wer glaubt schon an Freitag den 13ten?“

18:56Uhr in Paris: Parick freute sich schon seit Tagen auf das Konzert der amerikanischen India-Band Eagles of Death Metal in dem Konzertsaal Bataclan in Paris. Doch viel mehr freute er sich auf Caroline. Eine Kellnerin aus der „Rue de la Fleure“, die er letzte Woche bei einem Kneipenbesuch kennenlernte, hatte er heute zu einem ersten Rendezvous eingeladen. Sie schlenderten durch die engen Gassen und führten eine heitere und angeregte Diskussion über Champagner, Mousse au Chocolat und Freitage. Schaukelten mal ein bisschen nach rechts, schupsten sich mal ein bisschen nach links. Caroline mochte Freitage. Egal ob es sich um einen Freitag den zehnten, zwölften oder dreizehnten handelte. Caroline hatte Freitags nämlich immer frei. Patrick mochte Freitage auch. Im war es mindestens genauso gleichgültig wie Caroline, welch Freitag es nun war. Hauptsache es war ein Freitag und man konnte um 13 Uhr das Büro verlassen und den Abend ausgiebig feiern. „Heute ist Freitag der 13te“, scherzte Patrick und deutete auf etwas kleines dunkles, am Ende der Straße, hin. Eine schwarze Katze huschte durch den spärlichen Lichtkegel der Straßenlaterne. Caroline lachte laut auf. „Wer glaubt schon an Freitag den 13ten?“

20:04 in Deutschland: Mit quietschenden Reifen parkten wir auf einem der freien Parkplätze vor meinem Lieblingsrestaurant. Ein kleiner Italiener am anderen Ende der Stadt. Der unverkennbare Geruch von Spaghetti Cabonara, Pizza Hawaii und frischem Knoblauchbrot drang mir ins Bewusstsein. Ich sah wie auch mein Freund die Nase in die Luft hielt und den herrlichen Geruch tief einatmete. Wir steuerten das Restaurant an. Die Mütze hatte ich mir wieder ins Gesicht gezogen. Nach einer langen Diskussion an welchen Tisch wir uns nun setzten, entschieden wir uns für den Tisch hinten Links, direkt am Fenster. Der Geschmack von meinem Lieblingsgericht lag mir schon auf der Zunge. Tortellini, schwarze Spaghetti und Cannelloni überbacken mit Käse in einer Sauce Bolognese auf Blattspinat. Die Speisekarte rührte ich gar nicht erst an und plapperte gleich drauf los. „Die Nummer 23 bitte mit extra viel Käse“, erklärte ich der Kellnerin. Mein Freund hatte die Karte studiert und bestellte die 34, eine Pizza Hawaii. Fünfzehn Minuten Wartezeit und die Kellnerin von vorhin servierte uns zwei große Teller. Eine Pizza Hawaii und auf dem anderen eine Pizza Mozzarella. Ungläubig blickte ich auf den Teller und fragte mich ob ich weinen oder lachen sollte. „Heute ist Freitag der 13te“, erinnerte mich mein Freund mit einem lachenden Auge. Ich entschied mich auch für das Lachen und stimmte in sein Gelächter ein. „Wer glaubt schon an Freitag den 13ten?“

20:04Uhr in Paris: Patrick und Caroline waren bereits am Boulevard Voltaire angekommen und versammelten sich bereits mit tausend anderen Konzertbesuchern vor dem Bataclan. Schallendes Gelächter, aufgeregte Diskussionen, ein „Bonsoir“ hier, ein „Bonsoir“ da. Die Konzertbesucher schienen es kaum abwarten zu können. Darunter auch Caroline, die von einem Bein auf das Andere sprang und Patrick, der den Hals wie eine Giraffe ausstreckte, gespannt nach links und rechts schaute. Beinahe hätte Caroline das Klingeln ihres Telefons überhört. Nach einem kurzen Wortwechsel legte sie wieder auf. „Es tut mir leid“, entschuldigte sich Caroline, „Ich muss los“. Caroline bekam einen unangenehmen Anruf ihres Chefs, dass sie doch dringend die Schicht von Marie übernehmen solle, die unerwartet krank geworden sei. „Heute ist Freitag der 13te“, zuckte sie mit den Schultern, als sei der Anruf dem Freitag zu Schulde zuführen. Mit einem „Bisou“ ließ Caroline Patrick in der Menschenmenge stehen. Patrick winkte ihr hinterher, dann drehte er sich wieder um und folgte 1500 weiteren Menschen in den Konzertsaal. „Wer glaubt schon an Freitag den 13ten?“

21:10Uhr in Deutschland: Ein kurzer aber schöner Abend neigte sich dem Ende. Mein Freund und ich verließen Arm in Arm das Restaurant. Im Auto ließen wir uns in die Sitze zurückfallen und stellten das Radio laut an. Dieses Mal fuhren wir mit 189 km/h über die Autobahn. Der Bass, die Geschwindigkeit, all das fühlte sich so frei und unbeschwert an.
Um 21:20Uhr wurde der Song schlagartig unterbrochen und eine aufgeregte Moderatorin ergriff das Wort. Erst konnte ich sie gar nicht richtig verstehen. Die Worte sprudelten nur so aus ihr heraus. „Freitag der 13te“, war alles was ich verstand. Doch ich begriff, dass es sich um keinen Scherz handelte, keinen Mythos oder Aberglaube. Ich verstand schnell, dass es sich hierbei um etwas viel größeres, um etwas viel schlimmeres handelte, als einen verschütteten Kaffee, eine unerwartete Regenschauer oder einen Bad-Hair-Day. Auch mein Freund schien das bemerkt zu haben.
Als mich eine SMS meiner Mama erreichte, in der sie mir schilderte, was sie da gerade im Fernseher während des Länderspiels in Paris gehört habe, und was sie danach durch die Nachrichten erfahren habe, war ich mir zu hundert Prozent sicher, dass die Moderatorin den Spruch „Heute ist Freitag der 13te“ wirklich nicht zu einem Spaß nutze, sondern um darzustellen, was da draußen passiert. Eine Katastrophe. Ein Krieg in Paris. Wir verlangsamten das Tempo auf 130 km/h, dann auf 67 und irgendwann schlichen wir nur noch über die Autobahn. Wie ein Leichenzug.

21:10Uhr in Paris: Das Konzert hat vor 10 Minuten begonnen. Auf den Platz links neben Patrick, der eigentlich für Caroline vorgesehen war, wurde nun von einem jungen Herrn besetzt. Er trug eine runde Brille, ein weißes Hemd und schwarze Schuh. Nach einem kurzen Gespräch stellte sich heraus, dass der Junge kurz vor seinem Abschluss als Rechtsanwalt stand. Er schien große Pläne zu pflegen und eine vielversprechende Zukunft vor sich zu haben. Hinter Patrick platzierte sich ein junges Pärchen. Das sie frisch verliebt waren, jung und euphorisch war nicht zu übersehen. Und das sie von ihrer ersten Wohnung schwärmten, dem Babyzimmer in blau und in rosa und dem Hund, der durch den Garten sträunert, war nicht zu überhören. Kaum hatte das Konzert begonnen, fand man in dem Saal eine große Aufmerksamkeit. Jeder schien die Musik auf eine andere Art und Weise zu genießen. Patrick tippte mit dem rechten Fuß im Takt der Musik auf den Boden. Der junge Mann neben ihm hatte die Augen geschlossen und eine Frau vor ihm wippte mit dem Oberkörper hin und her. Jeder im Saal schien fasziniert zu sein. Jeder im Saal schien für einen Moment die Welt zu vergessen. Das Getuschel stellte sich nach und nach ein. Hin und wieder hörte man nochmal ein Schniefen, ein Räuspern oder ein leises Summen. Nach dreizig Minuten wurde dann auch der letzte Konzertbesucher ausfindig gemacht, der noch nicht sein Handy ausgeschaltet hatte. Es war Patricks Handy, das ununterbrochen klingelte.

21:20Uhr in Paris: Caroline hatte bereits mitbekommen was da draußen vor sich ging. Erst hatte sie es durchs Radio gehört, dann hatte sie es live aus dem kleinen Fernseher in der Kneipe mitverfolgt. Mit neun Gästen saß sie vor dem kleinen Fernseher und beobachtete was auf den Straßen in Paris vor sich ging. Rund um den Place de la République sah man Feuer so weit das Auge reichte. Feuer auf Gäste, Bars und Restaurants. Im Hintergrund hörte man das schreien der Menschen, alle paar Minuten den Knall einer Bombe. Caroline zitterte am ganzen Körper. Die Frau neben ihr fing urplötzlich an zu weinen. Nach zwei Minuten weinte das ganze Restaurant, in dem Caroline arbeitete. Dann die Ankündigung, dass auch die Konzertgäste im Bataclan betroffen seien. Vergeblich versuchte Caroline Patrick zu erreichen. Sie hatte schon dreimal versucht bei ihm anzurufen und schrieb ihm mehrere Nachrichten. Nichts. Keine Antwort, kein Lebenszeichen. Als Caroline das vierte Mal anrief, drückte er sie einfach weg und Caroline atmete für einen kurzen Moment auf. Er musste noch am leben sein. Caroline schnappte sich den Autoschlüssel des Transporters und verließ in Windeseile das Restaurant. Der Regen prasselte auf die Scheiben des Transporters. Es klang wie Krieg. Caroline versuchte sich durch die engen Gassen, die überfüllten Straßen von Paris zu drängeln. Doch es war zu viel los. Ganz Paris schien von den Anschlägen gehört zu haben. Caroline entschied sich den Transporter stehen zu lassen und das Fahrrad, was im Kofferraum lag, zu nehmen. Mit dem Fahrrad kämpfte sie sich durch die Dunkelheit. Der kalte Regen prasselte ihr ins Gesicht. Auf dem rutschigen Asphalt versuchte sie sich durch die hupenden Autos zu kämpfen. Immer wieder wählte versuchte sie Patrick anzurufen. Nach dem dreiundvierzigsten Anruf nahm er ab. „Caroline, pass auf dich auf“, waren die letzten fünf Worte die sie von Patrick hörte, dann hörte sie nur noch Schüsse, schreiende Menschen und irgendwo dazwischen ein Schreien, als hätte es der Schrei Patricks sein können.
„Letzter Freitag, das sollte eigentlich einer dieser Freitage werden, die ich mag. Ich hatte nur vergessen, dass es Freitag den dreizehnten gibt.“

19 Comments

  • sternfluesterer November 19, 2015 at 15:09

    Viel schreiben kann und mag ich heute nicht. Nur, dass mir Dein Text gut gefallen hat, liebe Mona.

    Vieles, was mich nach dem letzten Freitag bewegt und manches, was ich davon versucht habe, zu verarbeiten, findest Du, wenn Du meine Seite besuchen kommst. – Ich bin und werde mit der Thematik einfach nicht (mehr) fertig. Nicht erst seit Paris. Aber dadurch noch einmal sehr katalysiert.

    Wie stets ganz liebe Grüße an Dich!

    • Mona Kuehlewind November 19, 2015 at 17:52

      Lieber Sternenfluesterer, ich danke Dir für deinen heute kurzen Kommentar, der mich dennoch sehr gefreut hat. Nicht weil ich jetzt weiß, dass es Dinge auf der Welt gibt, mit denen du nicht (mehr) fertig wirst, das macht mich eher traurig, aber ich habe mich gefreut, weil ich einfach ein bisschen von dir lesen durfte. Das ist immer schön.

      Liebste Grüße an dich!

  • atroksia November 19, 2015 at 17:37

    Bitte nicht die restlichen Anschläge auf der ganzen Welt vergessen. Es hat nicht nur Paris getroffen. Viel mehr Menschen sterben jeden Tag, woanders auf der Welt. 40.000 da 1 Million da. Darüber wird komischerweise nicht berichtet. Trotzdem schöner Text, aber Leute wacht endlich auf.

    • Mona Kuehlewind November 19, 2015 at 17:50

      Ich gebe dir da vollkommen Recht. Trotzdem ist es meiner Meinung nach wichtig in den Medien darüber zu berichten, unser Mitgefühl zeigen und vor allem zusammenhalten!!
      Aber du hast Recht, im Grunde genommen müssten wir jeden Tag solche Schlagzeilen rausbringen und so viel Anteil an dem Schicksal der Menschen nehmen ..

      • The Grand Chessboard November 26, 2015 at 1:44

        Über ganz andere Dinge wird nicht berichtet – schon mal Lügenpresse gehört? – hm, WEM gehören denn eigentlich SÄMTLICHE Medien (und noch viel mehr..)?
        Mitgefühl, Zusammenhalt?
        Ersteres, welch Heuchelei, zweiteres welch ein Popanz – ersteres, solang es nicht Dich und nächste Angehörige, Freunde betrifft, mal ehrlich…, zweiteres ist planmäßig zerstört, aberzogen worden, an deren Stelle wurde „Individualität/Egoismus“ etc. gesetzt – WIEVIEL wahre echte Freunde hast Du, Deine Familie denn (dies ist sicher schwer zu beantworten, da sich die Spreu vom Weizen erst in außerordentlichen Situationen trennt)?
        Das ganze was passiert, ist „hausgemacht“ – soll heißen, mit unserer Gesellschaft inkompatible Menschen/Religionen wurden von langer Hand geplant über Jahrzehnte hereingeschafft – lese Praktischer Idealismus, Coudenhove-Kalergi von 1925!
        Dies folgt immer einem für normale Menschen nicht vorstellbaren Ziel.
        Echt teuflisch halt – mit bissel Anteilnahme, Schlagzeilen, Mitgefühl und schon zerstörtem Zusammenhalt kommt man schlecht gegen Teufel an – und der Horror, den diese planen betrifft früher oder später (fast) ALLE!
        Deshalb hat ATROKSIA recht, wacht endlich auf, informiert Euch damit sich der Irrsinn hoffentlich noch stoppen läßt.

  • Wolfgang Stoephasius November 20, 2015 at 18:21

    Ein wirklich sehr bewegender Blog! Danke! Zu Atroksias Anmerkung: Sie hat natürlich Recht, aber dein Artikel hatte ja einen anderen Ansatz.

  • Mia von Apfelkuchenwinter November 22, 2015 at 12:39

    Ich musste bis jetzt an jedem Freitag den 13ten eine Klausur oder Arbeit schreiben …
    Wer glaubt noch mal nicht an diesen Unglückstag?
    LG

    • Mona Kuehlewind November 22, 2015 at 12:51

      Ohje, das klingt furchtbar! Ich hoffe aber, dass die Klausuren dann wenigstens immer gut ausgefallen sind.
      Ganz liebe Grüße an dich, Mia 🙂

  • glow up your life November 25, 2015 at 8:07

    Deine Impressinen wirken sehr nach.

  • nurmalich Dezember 1, 2015 at 10:21

    Deine erfundene und doch so wahre Geschichte über den13.11.2015 hat mich sehr beeindruckt.
    Ich las deinen beeindruckenden Artikel erst heute.
    Genau an diesem Tag wollte ich ja auch etwas über das Thema „Freitag, der 13te“ schreiben. Ich wollte schreiben, dass es Unsinn sei, von einem Tag nur deshalb schlechtes zu erwarten, weil der Kalender eine 13 zeigt und es zudem ein Freitag ist.
    Ich hatte mir da shcon Fakten zurecht gelegt, die zeigen, dass an solchen Tagen nicth mehr Unfälle oder andere schlimme Ereignisse passieren als an anderen Tagen. Ich hatte mir vorgenommen darüber zu schreiben, dass dieser Aberglaube totaler Unsinn sei. Und über die Entstehung dieses Aberglaubens.
    Jeder Tag kann ein guter Tag oder ein schlimmer Tag werden. Es hängt davon ab, was Menschen draus machen. Deshalb sollten wir keine Angst haben vor einem bestimmten Datum. Angst wäre höchstens angebracht vor Menschen. Und das selbe gilt umgekehrt auch für sogenannte „Glückstage“. Glück und Unglück richten sich nun mal nicht nach dem Datum.

    Aber noch bevor ich am13.11. Zeit dafür hatte, hörte ich dann auch, was sich in Paris ereignete.
    Das hat zwar meine Meinung über „Freitag, den 13ten“ nicht geändert. Aber das an jenem Abend zu thematisieren, hätte ich nicht mehr fertig bekommen.

    • Mona Kuehlewind Dezember 1, 2015 at 20:50

      Lieb das du mir noch einen Kommentar hinterlassen hast. Danke Dir für den Einblick in dein Schreiben und in dein Veröffentlichen bzw. „Nicht-veröffentlichen“ von Texten.
      Und ich muss sagen ich bin sehr traurig, denn ich hätte deinen Text viel lieber an diesem Freitag gelesen, als über das Unglück in Paris in den Nachrichten zu lesen .. Aber ich wünsche mir deine Geschichte und deine Worte an dem nächsten Freitag den 13. zu lesen!

      • nurmalich Dezember 1, 2015 at 20:56

        Ich hätte ihn auch lieber geschrieben als die Nachrichten zu verfolgen. Aber es hätt da halt so gar nicht gepasst.
        weißt du schon wann dasnächste mal ein Freitag auf den 13ten fällt?

        • Mona Kuehlewind Dezember 1, 2015 at 21:13

          Ja, der 13. Mai 2016 ist ein Freitag!

          • nurmalich Dezember 1, 2015 at 21:20

            Hab ich inzwischen auch rausgefunden! 🙂
            Ist schon vorgemerkt. Aber so gut wie deine Texte wirds wohl nicht werden. (Schließlich habe ich ja auch nix mit Journalismus zu tun.)

          • Mona Kuehlewind Dezember 1, 2015 at 21:23

            Jeder selbstgeschriebene Text ist auf seine Art und weise schön! Ich jedenfalls freue mich auf den 13.05.2016 🙂

    %d Bloggern gefällt das: