Ich habe mit der Illusion gelebt so zu sein wie du

Oktober 18, 2015

„Ich war schon immer mehr Papa als Mama. Also können sie auch nicht behaupten, dass es etwas gibt, wovor ich Angst habe!“, schnauzte ich sie an. Mit so einer heftigen Reaktion hatte sie nicht gerechnet. „Dann tu mir den gefallen und geh.“ „Okay, wie sie wollen.“, sprudelte es aus mir heraus. Ich klemmte die Jacke unter den Arm, stand auf und verließ den Raum mit einem lauten Türknall. Ich war eben schon immer mehr Papa als Mama.“

Ich bin Mama und Papas erstes Kind. Nach mir kam nur noch mein Bruder. Das war allerdings acht Jahre später. Damals, als Mama mit mir hoch schwanger war, gab es eine ganze Menge Spekulationen und endlose Diskussionen, wie die kleine Mona wohl aussehen könnte. Papa war der festen Überzeugung, dass ich die hellen braunen Haare von ihm haben werde, nur ein paar mehr, aber die dunklen Augen von Mama, weil er sie so schön fand. Mama spekulierte auf dunkelbraune Haare und dunkle Augen mit langen Wimpern. Das ich einen zierlichen Körper haben werde, dieselben dünnen Ärmchen und Beinchen wie Mama haben werde, waren sich beide sicher. Doch bei den Spekulationen um das Wesen der kleinen Mona schieden sich die Geister. Papa hoffe auf eine kleine Mona, in der mehr Junge steckt als Mädchen. Heimlich hörte er sich nach Mädchen Fußballmannschaften um und kaufte ein Deutschland Trikot für Babys. In seinen Träumen sah er sich mit der kleinen Mona im Stadion sitzen, auf Bäumen klettern und unter Autos liegen. Und in seinen Albträumen sah er sich in einem rosaroten Zimmer stehen, zwischen Puppen, Barbies und der Baby Born, die pausenlos „Papa, Pippi“ schreit. Ganz im Gegenteil zu Mama, die sich ein richtiges Mädchen mit der kleinen Mona wünschte. So eins, dass von Kopf bis Fuß in rosa, pink und rot gekleidet ist. So eins, das schreit, wenn es hinfällt und das weint, wenn es sich dreckig gemacht hat. Mama wünschte sich eine kleine Mona, mit der sie Shopping Queen bis zum umfallen gucken konnte, mit der sie sich auf lange Einkaufsbummel begeben konnte und über den neusten Gossip tratschen konnte. Mama versprach der kleinen Mona sogar, dass sie mit ihr auch Lippenstifte, Schuhe und den nicht vorhandenen George Clooney teilen würde. Mama versprach der kleinen Mona ein Zimmer in rosa, ein Kleid in pink und ein Paar Schühchen mit Schleifchen. Papa ließ das natürlich nie auf sich sitzen und konterte sofort, indem er der kleinen Mona versprach sein Bier zu teilen. Mama versprach ihr ein zweites Paar Schuh in Rosa und Papa argumentierte wieder mit VIP Karten für ein Deutschlandspiel. So ging das immer hin und her. Man wurde sich nie einig, wie man die kleine Mona am liebsten auf die Welt bringen würde. Bis dann soweit war und der 2.11.1996 vor der Tür stand. Um 21:03 Uhr erblickte die kleine zierliche Mona mit braunen Haaren und grünen Augen das Licht der Welt und mit einem Schrei, der verriet, dass dieses kleine Wesen unmöglich Mamas Wünschen entsprechen konnte.
Tatsächlich war ich nicht ganz das Wesen, dass sich Mama anfangs ausgemalt hatte. Aber zu ihrer Beruhigung war ich auch nicht eins zu eins das, was Papa sich erhoffte. Eigentlich war ich alles in einem. Ich konnte Mädchen sein, wenn ich wollte aber ich konnte auch genauso gut Junge sein. Kaum konnte ich die ersten Schritte laufen, meldete mich Papa in der Fußball Bambini Mannschaft an. Mama meldete mich gleichzeitig fürs Ballett an und ich wurde eine tanzende Fußballerin. Wenn ich mit Papa unterwegs war, was sich auf Besuche im Stadion, Autorennen und Besuche im Steakhaus beschränkte, trug ich entweder schwarz, weiß, gold oder blau. Zu Shoppingausflügen, zum Kaffeeklatsch und zum Yogakurs begleitete ich Mama immer ganz in Rosa oder Rot. Bei Papa vergoss ich keine einzige Träne, trank die Cola aus der Flasche und aß das Steak in Rekordzeit. Bei Mama weinte ich auch manchmal, wenn ich hinfiel oder mich schmutzig machte. Bei Mama spreizte ich den kleinen Finger, wenn ich aus einer Tasse Tee trank und wischte mir nach jedem Bissen mit der Serviette den Mund.
Meine Kindheit war so vielseitig. So vielseitig schön.
Aber irgendwann, dann wurde ich größer und älter. Ich war zu alt für die Bambini Mannschaft und zu teuer für Mamas Geldbeutel. Deshalb begleitete ich Papa immer seltener ins Stadion oder auf die Rennbahn und auch die Ausflüge mit Mama zum Bummel oder zum Kaffeeklatsch beschränkten sich auf ein- zweimal im Monat.
Mit der Zeit entwickelte ich mein ganz eigenes Wesen. Einige Dinge aus meiner Kindheit behielt ich bei, andere wiederum verlernte ich oder erlernte sie neu, aber dieses Mal anders. Zum Beispiel hörte ich nie auf den Finger zu spreizen, wenn ich aus einer Tasse Tee trinke. Ich hörte auch nie auf Pink und Rosa zu tragen oder direkt aus der Flasche zu trinken. Aber ich hörte auf Fußball zu spielen, Ballett zu tanzen, Autorennen und Stadien zu besuchen.
Viele Dinge, die ich einst in meiner Kindheit tat, tat ich mit der Zeit immer weniger. Ich verlor immer mehr das Gefühl von Mama und Papa abhängig zu sein, mit dem, was ich tat. Deshalb fing ich an eigene Dinge zu tun.
Ich probierte mich in vielem aus, sehr vielem. Ich fing an zu Schwimmen, zu Tanzen, besuchte zwischendurch wiedermal eine Fußballmannschaft und einen Badminton Verein. Nach vielem Hin- und Her, und einer langen Sportpause, meldete ich mich im Fitnessstudio an. Zu dieser Zeit dachte ich wirklich, dass ich den Sport gefunden hätte, der zu mir passt. Aber irgendwie stellte ich auch hier fest, dass es nicht das Richtige ist und ich amtierte wieder zur Couchpotatoe. Aber ich probierte mich weiter aus. Bis zu dem Punkt, wo ich gefühlt alles ausprobiert hatte und nicht mehr wusste, wer ich war. Ich war mir sicher, dass ich schon alles ausprobiert hatte und es keinen Platz für mich gab. Dass ich einfach nirgendwo hineinpasste. Weder eine Heidi Klum, noch eine Tine Witwer tat mir gut. Ich war mir sicher, dass ich zu anders war. Selbst zu anders für das Andere.
Aber dann besuchte uns eine alte Freundin von Mama, die ich das letzte Mal beim Kaffeeklatsch vor 15 Jahren gesehen hatte. Damals war ich vier. Und schon damals befürchtete ich, dass diese Dame etwas verheimlichte und in Wahrheit gar nicht Ärztin war, sondern Wahrsagerin. Als ich nämlich noch gar nicht auf der Welt war, war sie die einzige die darauf tippte, dass ich braune Haare und grüne Augen haben werde. Sie wusste auch schon vorher, dass ich weder zu 100% den Wünschen von Mama entsprechen werde, noch den Wünschen von Papa. Sie war auch die einzige die wusste, dass ich eine vielseitige Kindheit haben werde aber irgendwann mal in eine „tiefe Krise geraten werde“. Damit warnte sie Mama schon, als ich gerade mal die ersten Schritte machte. Diese Dame war wirklich unheimlich.
Als ich sie dann, nach 15 Jahren, wieder sah, begutachtete sie mich und als könnte sie Gedanken lesen, gab sie mir in einem einzigen Satz die Antwort, die ich all die letzten Jahre vergeblich versucht hatte zu suchen. Sie sagte mir, wer ich bin. „Ganz wie der Papa“, strahlte sie und nahm mich fest in den Arm.
Diese vier Buchstaben verfolgten mich noch einige Tage. Ich weiß gar nicht, wie oft ich zum Spiegel gerannt bin und mich von allen Seiten und Winkeln betrachtet habe, wie oft ich meinen Papa beobachtete, mir Bilder von ihm, von mir und von uns beiden ansah. Und als hätte sie wirklich recht, entdeckte ich immer mehr Gemeinsamkeiten.
Ich hatte definitiv die Figur von Papa. Klein, nicht dick aber ein etwas rundlicher Knochenbau. Runde Fingerkuppen, richtige Beine und keine Beinchen und ein breites Kreuz. Mein Gesicht war dem von Papa auch irgendwie erschreckend ähnlich. Wir hatten dieselben großen Augen mit den langen Wimpern. Wir hatten dieselben Grübchen beim Lachen und die Falten auf der Stirn. Wir sahen uns verblüffend ähnlich und mir war es nie zuvor so bewusst, wie zu dieser Stunde.
Die nächsten Tage bemerkte ich immer mehr Dinge, die auf die Aussage der unheimlichen Dame zutrafen.
Beim Essen erwischte ich mich dabei, wie ich das Messer beiseite legte und das Schnitzel lieber mit der Gabel zerkleinerte, manchmal leckte ich auch den Teller ab und die Serviette benutzte ich als Taschentuch. Wie Papa eben. Zum ersten Mal fiel mir auf, dass ich auch schon immer lieber Bier trank wie Papa, als Wein wie Mama. Dass ich ein genauso großer Morgenmuffel wie Papa war, dass ich am allerliebsten Schnitzel mit Pommes aß und genauso wenig Ahnung von Musik hatte wie er. Was mir aber ziemlich Angst machte, war, dass mein Charakter fast ein Abbild des Charakters von Papa hätte sein können. Zum ersten Mal fiel mir auf, dass ich genauso schüchtern sein konnte, wie er. Dass ich auch so zurückhaltend war. Dass ich die Menschen auch lieber aus der ferne beobachtete und mich lieber in die letzte Reihe setzte, anstatt wie Mama in die Erste. Ich stellte fest, dass ich auch lieber „ja“ sagte, anstatt „nein“. Ich stellte fest, dass ich genauso exakt und perfektionistisch war und dieselbe geduldige Ungeduld besaß. Ich bemerkte, dass ich genauso viel dachte wie er, und im Verhältnis dazu, viel zu wenig handelte. Ich stellte fest, dass ich ein Kopfmensch war, wie Papa. „Ganz der Papa“.
Und mit dieser Illusion lebte ich einige Zeit. Ich lebte einige Zeit mit der Illusion so zu sein wie du, Papa.
Bis zu dem Zeitpunkt, als ich merkte, dass alles nur eine Illusion war.
Ich saß in der Uni und wir machten einen Sitzkreis, wie im Kindergarten. Die Situation kam mir schon sehr lächerlich vor, aber trotzdem wollte ich keine Spielverderberin sein und setzte mich irgendwo dazwischen. „Heute wollen wir über Sie sprechen.“, begrüßte uns die Referentin. Eine zierliche Frau mittleren Alters und piepsiger Stimme. Eigentlich hatte ich nach dem zweiten Satz schon keine Lust mehr und als sie uns dann bat einen Zettel auszufüllen, der die Überschrift „das bin ich“ trug, hatte ich erst recht keine Lust mehr. Ich nahm den Stift zur Hand und kritzelte irgendwas in die ersten Felder. Bei der letzten Frage, hielt ich kurz an. „Wovor hast du Angst?“, stand da. „Was ist, wenn es nichts gibt wovor man Angst hat?“, fragte ich in die Runde. „Man hat immer vor etwas Angst“, antwortete mir die Referentin. Ich warf einen kurzen Blick nach Links und Rechts. Die anderen hatten Dinge wie Höhenangst, Flugangst, Angst vor Spinnen oder Krabbeltieren aufgeschrieben. Davor hatte ich aber keine Angst. „Ich habe aber wirklich keine Angst.“ „Doch, hast du. Denk mal ein bisschen nach.“ „Angst haben ist auch gar nicht schlimm. Wir alle haben Angst“, flüsterte die Stimme eines anderen Mädchens dazwischen. „Ja. Wir alle haben vor etwas Angst“, wiederholte die Referentin. „Auch du.“
Diese Frage mit der Angst hatte mir, seitdem ich mit der Illusion lebte, so zu sein wie Papa nie jemand gestellt. Und jetzt sollte ich diese Frage beantworten. Ich wusste, dass Papa keine Angst hatte. Aber ich wusste das es etwas gab, wovor ich Angst hatte. Und somit trafen meine und seine Welt aufeinander und ich bemerkte zum ersten Mal, dass ich doch nicht war, wie er. Aber ich wollte es nicht wahrhaben, ich wollte die Illusion nicht zerstören.
„Ich war schon immer mehr Papa als Mama. Also können sie auch nicht behaupten, dass es etwas gibt, wovor ich Angst habe!“, schnauzte ich sie an. Mit so einer heftigen Reaktion hatte sie nicht gerechnet. „Dann tu mir den gefallen und geh.“ „Okay, wie sie wollen.“, sprudelte es aus mir heraus. Ich klemmte die Jacke unter den Arm, stand auf und verließ den Raum mit einem lauten Türknall. Ich war eben schon immer mehr Papa als Mama. Papa hatte vor Nichts und Niemandem Angst und ich auch nicht.
„Weißt du warum du wegläufst? Weil du Angst bekommen hast. Du hast Angst davor Angst zu bekommen, deshalb läufst du weg.“, schrie sie mir aus dem Fenster hinterher.
Und irgendwie blieb das in mir hängen. Irgendwie löste das etwas in mir aus. Ihre Worte taten weh. Denn ich wusste, dass sie recht hatte. Ich hatte Angst. Und Papa hatte keine Angst. Und das bedeutete, dass ich nicht er war. Und das bedeutete, dass ich in einer Illusion lebte. In der Illusion so zu sein wie er. Und jetzt war diese Illusion zerstört. Zerplatzte wie eine Seifenblase in der Luft. Und ich stand jetzt wieder da, vor der selben Frage wie damals „Wer bin ich?“?
Aber die Illusion, die hatte mich lange Zeit geschützt. Lange Zeit war ich in ihr eingebettet, wie ein Kind in der Wiege. Ich war mir sicher, dass das auch die Absicht der unheimlichen Frau war. Sie wusste, dass ich irgendwann mal in eine schwierige Zeit kommen würde. Sie hatte gesehen, dass ich irgendwann mal stark sein muss, so richtig stark. Deshalb hatte sie mich in die Illusion eingebettet. Weil Papa stark war, weil Papa keine Angst hatte und weil Papa mit schwierigen Situationen umgehen konnte. Und die Illusion half mir ungemein. Ich fühlte mich immer so unglaublich stark. Ich weinte so selten, obwohl ich manchmal eine ganze Badewanne hätte vollweinen können. Aber ich war immer so stark, weil ich geglaubt habe, wie du zu sein, Papa.
Aber die Dame hatte nicht gesehen, dass ich irgendwann mal an einen wunden Punkt kommen werde. Sie hatte nicht gesehen, dass jemand anders kommt und mich nach meinen Ängsten fragt und mich daran erinnert, dass ich eigentlich gar nicht so bin wie Papa.
Ich habe nämlich Angst. Unglaublich viel sogar. Keine Angst vor Höhe, Spinnen oder Mäusen. Ich habe Angst vor der Antwort auf die Frage, wer ich bin. Ich habe Angst, dass ich jemand bin, der ich eigentlich gar nicht sein will. Ich habe Angst, dass ich der Obdachlose auf der Straße gegenüber bin oder die Frau vor mir an der Kasse, die mit zwei Tüten Chips, einer Flasche Wein und zwei Schachteln Zigaretten den Laden verlässt oder die Frau aus dem Fernseher bin, die mit 19 schwanger wird und ihre Ausbildung abbrechen muss. Ich habe Angst, dass ich jemand bin, dessen Unterbewusstsein stärker, als das Bewusstsein ist. Ich habe Angst, dass ich jemand bin, der ich nicht sein will und du nicht haben willst. Ich habe Angst, dass ich jemand bin, den du nicht magst und von dem du geglaubt hast, dass er jemand ganz anderes ist. Ich habe Angst vor der Antwort, der Antwort auf die Frage wer ich bin.
Und auch wenn ich jetzt weiß, dass es nur eine Illusion war, so zu sein wie Papa, mag ich sie dennoch. Ich mag es so tapfer zu sein, so stark und fruchtlos zu sein. Und ich weiß, dass die Illusion mich am leben gehalten hat. So komisch das auch klingen mag. Aber weil ich immer dachte, dass ich so bin wie Papa, habe ich gekämpft wie ein Löwe. Und jetzt, wo ich weiß, dass ich gar kein so großer Löwe bin, sondern vielleicht nur der Kleine, muss ich eben versuchen mit der Angst umzugehen und trotzdem tapfer und stark zu sein. Und ich weiß, dass ein kleiner Löwe auch ganz schön laut brüllen kann. Zumindest laut genug um klarzukommen. In der Wildnis des Lebens.

20 Comments

  • bodyguard4you Oktober 18, 2015 at 17:26

    gut gebrüllt …

    • Mona Kuehlewind Oktober 18, 2015 at 20:41

      Danke Dir 🙂

      • bodyguard4you Oktober 18, 2015 at 20:51

        avec plaisir,my dear … wie der alte grieche sagt … oder war es der junger spanier … egal … wir verstehen uns … 😳

        • Mona Kuehlewind Oktober 18, 2015 at 20:54

          Dein Humor gefällt mir 😉

          • bodyguard4you Oktober 18, 2015 at 21:05

            du kannst was abhaben … ich hab genug davon … 🙂

          • Mona Kuehlewind Oktober 18, 2015 at 21:06

            Immer her damit! 🙂

          • bodyguard4you Oktober 18, 2015 at 21:36

            hmmm … wie machen wir das jetzt … ah vielleicht liest du zuerst alle bisherigen teile von *der neue stern am heiteren himmel* … die fangen am 01.10. an …

            wenn du damit durch bist … dürfte sich schon eine menge von meinem etwas speziellen humor … in dir befinden …

            lass mich wissen … ob es wirkt … und ob du mehr willst …

  • hansjoachimantweiler Oktober 18, 2015 at 18:07

    Mutige Mona

    Dein Name Im Arabischen Hoffnung irisch edel
    Allso Deine Angst ist die selten erkannt und benannte von abermillionen Menschen hier
    Für Mich war sehr heilsam zunächst Mich lieben lernen
    Meinen Schmerz erkennend heilen
    Schrei nach Liebe lautet ein älterer Englischer Popsong
    Wer Du bist ?
    Wer willst Du denn sein?
    Wenn Du das klar fühlst
    Sei Es
    Und dann schaffst Du alleine so schon den offenen Bewusstseinsraum Es zu werden
    Sofort
    Jetzt
    Meine Identitätskriese endete als ich erkennen durfte
    Zwei Varianten gibt Es
    Das Ego in der fanatischen Überzeugung die Angst hat mehr Macht als die Liebe Kraft
    Und Dein ICH in der erlebt gefühlten Gewissheit die Liebe hat mehr Kraft als die Angst Macht
    Wie in dem Dreiteilerfilm „Matrix“
    Wähle die blaue oder die rote Kapsel…
    Neo nahm die Rote
    danke

    Dir Joachim von Herzen
    ehemals Angsthase

    • Mona Kuehlewind Oktober 18, 2015 at 20:40

      In deinen Kommentaren verstecken sich immer lauter wundervolle Worte, die ich so gern hab. Ich mag deine Sprache. Danke Dir!

      • hansjoachimantweiler Oktober 18, 2015 at 23:21

        Danke Mona für die Freude
        Es sind Deine Worte
        Denn was bin Ich Dir
        Ein Steinchen Puzzle Deiner Selbst
        Mein Sprechen reagiert nur
        Auf Deiner Seele tiefsten Widerhall
        Und lieben ist die Stimmgabel
        Des Menschseins
        Und unserer Herkunft nach
        Sind Wir alle verwandt
        Du die Göttin
        Ich der Gott
        Da hast Du Deiner Frage
        Antwort
        Wer Du wirklich bist
        Dir
        Joachim herzbeglückt

  • Alina Oktober 18, 2015 at 19:04

    Super gut geschrieben Mona! Ich lese deine Texte so gerne und frage mich immer wie viel Wahrheit in ihnen steckt und gleichzeitig möchte ich es gar nicht wissen, denn ich habe sehr viel Respekt vor der Offenheit und Furchtlosigkeit mit der du uns deine Geschichten erzählst. Der Text bewegt mich gerade wirklich, denn mir wird bewusst ich weiß auch nicht wer ich bin und ich habe Angst davor jemand zu sein, der ich nicht sein will… Danke für den Denkanstoß Schönen Abend, Alina. 🙂

    • Mona Kuehlewind Oktober 18, 2015 at 20:38

      Liebe Alina! Danke für deinen lieben Kommentar. Meine Geschichten enthalten immer ein bisschen Wahrheit, aber auch ganz viel Fantasie. Welcher Teil wahr ist, und welcher nicht, dass überlasse ich lieber den Gedanken meiner Leser. Aber ich finde es schön, dass es Menschen gibt, die ich mit meinen Texten ein bisschen berühren kann und irgendwo „abholen“ kann. Danke Dir 🙂

  • sternfluesterer Oktober 18, 2015 at 19:59

    Wieder ein ganz bezaubernder Text!

    Ich bin geneigt zu behaupten: Wir brauchen alle eine Illusion, um (über)leben zu können, einen Traum, etwas woran wir glaubebn oder dem wir vertrauen. Auch und gerade außerhalb dessen, was Realität ist. –

    Meine Illusion ist das Land meiner Träume. Es ist schon in meiner Kindheit entstanden und seither habe ich, hat meine Phantasie kräftig daran gebaut. Ich lebe bis heute bisweilen darin. Und seit ich bewusster zu denken begonnen habe, nehme ich auch manche Menschen dahin mit. Virtuell bzw. in meinem Herzen.

    Wenn Du mal hineinschauen möchtest, in dieses Land, liebe Mona, vor fast genau vier Jahren, kurz nach dem Beginn meiner „Bloggerkarriere“, habe ich darüber mal geschrieben:

    https://gedankenorbit.wordpress.com/2011/11/01/land-traeume-12101843/

    Angst vor der Angst habe ich auch. Das hat sicher viel damit zu tun, dass Angst so viel von meinem Leben ausmacht,manchmal geradezu mein Leben ist. Ich scheue mich nicht, Dir das zu sagen. – Mich hat es sehr bekümmert, dass jene Frau Dir seinerzeit so schmerzhaft bewusst gemacht hat, dass auch Du Angst vor der Angst hast. Und es hat mich sehr bewegt, dass jene erste, „geheimnisvolle“ Frau, Dir das mit der Illusion nich ein bisschen anders, nachvollziehbarer erklärt hat, anlässlich Eure zweiten Treffens.

    Aber es war für mich wunderschön zu lesen, dass Du den kleinen Löwen für Dich gefunden hast, als Bild für Dich, als Identifikation. Darüber konnte unc kann ich mich einfach nur ganz doll freuen …

    Sternflüsternde Grüße an Dich – ein Stern ist für Dich * – er soll Dich beschützen jede Nacht. Schlaf schön, nacher!

    • Mona Kuehlewind Oktober 18, 2015 at 20:44

      Danke für deine Worte. Danke für deine Ehrlichkeit. Danke für deine Offenheit. Danke für deinen Respekt. Danke für dein Verständnis. Danke für den Stern. Danke, dass du hier bist.

      Schlaf schön, träum schön und bis bald!

  • Der Pfeifenkopf Oktober 19, 2015 at 15:42

    Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Überwindung derer.
    Angst zu haben ist nicht schlimm. Angst ist ein völlig normaler Überlebensinstinkt.
    Schlimm ist es nur wenn man sich von der Angst behindern lässt.
    Ängste zu überwinden ist nicht nur menschlich sondern geradezu göttlich, denn nichts zeigt einem mehr wie stark man eigentlich ist.

  • Zoe Oktober 20, 2015 at 10:22

    Toller Text! Ich finde deinen Schreibstil so schön und unterhaltsam, und freue mich jedes mal ein bisschen mehr über dich und die Gedanken von Menschen generell zu erfahren:)! Ich habe dich übrigens zum Liebster Award nominiert:). https://lifeofaprettynormalgirl.wordpress.com/2015/10/19/liebster-award-nr-2/
    Ich hoffe du machst mit:* Ganz liebe Grüße
    Zoe

    • Mona Kuehlewind Oktober 20, 2015 at 19:25

      Das ist so so lieb, tausend Dank! Ich habe momentan leider nicht die Zeit dazu der Nominierung nachzugehen, aber sobald ich wieder mehr Zeit habe, werde ich es sofort nachholen 🙂 ich danke dir!

  • kosmo168 Oktober 25, 2015 at 18:00

    Hallo Mona,

    Danke für Dein Like auf meinem Blog. Hat mich super gefreut, dass es Dir gefallen hat.

    Liebe Grüße

    Kosmo168

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