Sie sind wieder da

Oktober 25, 2015

„Wir haben Emmi noch nie so richtig verstanden. Mit zwölf Jahren weckte sie und das erste Mal. Sie stand schreiend in ihrem Zimmer und hatte sämtliche Kleider aus ihrem Schrank gerissen. Selbst den Teddybären hatte sie vom Bett geworfen. Sie weinte bitterlich und sagte, dass sie wieder da seien. Wir wussten nie wen sie meinte.“

„Ich erinnere mich noch daran, dass ich Emmi nach zwei Tagen von der Skifreizeit abholen musste, als sie mich schluchzend anrief und mir mitteilte, dass sie wieder da seien. Ich wusste nie wen sie meinte.“

„Mir fällt noch ein, dass Emmi einmal mitten im Unterricht aufsprang und heulend aus dem Klassenzimmer rannte. In ihr Heft hatte sie geschrieben, dass sie wieder da seien. Wir wussten nie wen sie meinte.“

„Emmi ist meine beste Freundin. Emmi erzählte mir alles, bis auf die Sache mit ihnen. Es passierte immer wieder, dass sie anfing zu weinen, einfach wegrannte und schrie, dass sie wieder da seien. Ich wusste aber nie wen sie meinte.“

„Ich hatte mal ein Date mit Emmi. Sie ist ein hübsches Mädchen. Aber als wir durch den Park schlenderten und wir uns beide eine Currywurst von der Pommesbude holten, schrie sie nach dem ersten Bissen, dass sie wieder da seien und rannte weg. Emmi ließ mich mit zwei Currywürsten an der Pommesbude stehen. Ich wusste nicht wen sie meinte.“

„An was ich mich noch erinnere, sind die letzten Weihnachten. Emmi verkündigte uns, mit einem dicken Kloß im Hals, dass sie in ihrem Zimmer bleiben müsse, weil sie wieder da seien. Sie ließ das Weihnachtsessen und die Bescherung ausfallen. Ich wusste nie wen sie meinte.“

Ich weiß, dass mich niemand verstehen würde. Deshalb erzähle ich es ihnen auch nicht. Niemals werde ich es ihnen erzählen. Sie würden es nicht verstehen.
Sie kamen das erste Mal, als ich zwölf Jahre alt war. Mitten in der Nacht weckten sie mich. Ich lag schweißnass gebadet in meinem Bett. Ich kringelte mich wie eine Katze ganz eng zusammen. Meine Fingernägel krallten sich an der Bettdecke fest. Ich hatte solche Angst. Ich vergrub meinen Kopf unter dem Kissen, aber sie waren so laut, dass es unmöglich war, ihre fiesen Worte, ihr schreckliches Gemurmel nicht zu hören. Sie hatten furchtbar tiefe Stimmen und benutzen böse Worte. Solche wie ich bisher nur von den ganzen Coaches und Besserwissern aus der Fitnessindustrie kannte. „Du bist nicht dick, du bist fett“, „Du musst abnehmen“, „Du musst mehr Sport machen“, „Ernähr dich gesund“, „Hör auf Schokolade zu essen“, „Iss am besten gar nichts mehr“. Ihre Stimmen kamen immer nähre und die Angst wuchs. Eigentlich wollte ich schreien, weglaufen und um Hilfe rufen, aber ich wollte meine Eltern nicht aufwecken. Dann waren sie so nah, dass ich sogar ihren Atem spüren konnte. Kalt. Eiskalter Atem. Ich fing an zu weinen. Sie bleiben eine ganze Zeit. Erzählten mir Geschichten von Menschen, die niemand lieb hatte, weil sie gerne Schokolade aßen. Sie erzählten mir Geschichten von Menschen, die so waren wie ich. Ich sagte ihnen, dass sie aufhören sollen. Aber sie hörten mir nicht zu. Dann weinte ich mich in den Schlaf.
Am nächsten Abend kamen sie wieder. Ohne anzuklopfen, knallten sie die Tür auf und standen in meinem Zimmer. Sie erzählten mir wieder dieselben Geschichten von Menschen, die niemand lieb hatte. Dieses Mal erzählten sie allerdings von Menschen, die keinen Sport machten. Sie erzählten mir wieder Geschichten von Menschen, die so waren wie ich. Ich bat sie aufzuhören, aber sie hörten mir nicht zu. Ich bettelte sie an. Einmal, zweimal, dreimal. Ich jammerte, schniefte und schluchzte. Einer von ihnen machte dann einen Deal mit mir. Er sagte mir, dass wenn ich mich ändere, keine Schokolade mehr esse und ganz viel Sport mache, sie mich auch nicht mehr besuchen kommen. Mit Tränen in den Augen ging ich den Deal ein und weinte mich wieder in den Schlaf.
Sie ließen mich tatsächlich einige Wochen in Ruhe. Ich hatte meinen Teil des Deals eingehalten. Ich hörte auf Schokolade zu essen und ging zweimal die Woche Joggen.
Aber eines Nachts stürmten sie wieder in mein Zimmer. Ich wollte gerade in das erste Stück Schokolade nach acht Wochen beißen. Mit ihren furchtbar tiefen Stimmen und bösen Worten setzten sie sich auf die Bettkante. Sie fingen wieder an Geschichten von Menschen zu erzählen, die niemand lieb hatte, weil sie rückfällig wurden und wieder Schokolade aßen. Ihre Geschichten spiegelten sich im Auge des Teddybären wieder, der mich ansah, als hätte ich ein Verbrechen begangen. Tränen strömten aus meinen Augen. „Du bist eine Versagerin“, sagte der eine zu mir und gab mir eine Backpfeife. Ich versicherte ihnen, dass das eine Ausnahme war und nie wieder vorkommen wird. Sie waren beruhigt. Sie saßen noch lange Zeit auf der Bettkante, erzählten von den Menschen, die keiner lieb hatte und die so waren wie ich. Irgendwann wurden ihre tiefen Stimmen und bösen Worte immer leiser und ich weinte mich wieder in den Schlaf.
Ich hielt mein Versprechen und verzichtete auf Schokolade. Selbst den Kakao ließ ich Links liegen. Ich ging weiterhin zweimal die Woche zum Joggen.
Nach einem halben Jahr kamen sie wieder. Ich hatte nicht mit ihnen gerechnet. Tiefe Stimmen, böse Worte. Ich fuhr zusammen und krallte mich an meiner Bettdecke fest. Sie erzählten mir von Menschen die „nur“ auf Schokolade verzichten und zweimal in der Woche zum Joggen gehen, von Menschen die so waren wie ich. Und die niemand lieb hatte. Ich sollte ihnen versprechen noch mehr Sport zu machen und auch auf andere Süßigkeiten zu verzichten. Ich wollte nicht. Ich sträubte mich. Zum ersten Mal versuchte ich mich zu wehren. Aber sie hörten nicht auf. Ihre Geschichten wurden grausamer. Sie erzählten, dass solche Menschen nie lieben, heiraten und glücklich werden. Sie erzählten sogar, dass solche Menschen früh sterben werden, weil sie niemals geliebt werden. Ich zischte sie an. Ich strampelte. Sprang auf und stampfte. Ich tanzte wild in meinem Zimmer umher, warf den Teddybären gegen die Tür, riss Kleider aus meinem Schrank und wirbelte sie durch mein Zimmer. Ich schrie so laut, dass ich fast lauter war als sie. Aber sie wollten nicht verschwinden. Ich sollte ihnen versprechen mich zu ändern. Erst als meine Mama in der Tür stand und sagte, dass ich „verdammt nochmal leise sein soll“, schlichen sie sich aus dem Zimmer. Meine Mama war böse und zugleich schockiert über das Chaos in meinem Zimmer. Ich sagte ihr bloß, dass sie wieder da gewesen seien. Sie fragte nach, wer sie waren. Sie fragte mich die ganze nächste Woche, ob ich es ihr wirklich nicht sagen wolle. Ich sagte immer „Nein“. Irgendwann hörte sie auf nachzufragen.
Ich hatte mich tatsächlich an die Worte von ihnen gehalten. Ich verzichtete komplett auf Süßigkeiten und machte mehr Sport. Viermal die Woche ging ich jetzt Joggen.
Erst als ich fünfzehn Jahre alt war und in der letzten Winterferienwoche mit ein paar Freundinnen auf Skifreizeit fuhr, kamen sie wieder. Zwei Jahre lang, hatte ich sie nun schon nicht mehr gesehen, aber sie sahen noch genauso aus wie damals. Ich anscheinend nicht mehr. Sie schimpften mich, verurteilten mich sogar, dass ich dick geworden sei. Sie sagten, dass meine Freundinnen viel dünner und hübscher seien. Sie erzählten mir wieder Geschichten von Menschen, die so aussahen wie ich und deren Freundinnen so aussahen wie meine. Dass die Menschen, die aussehen wie ich, niemand lieb hat und dass die Menschen, die so aussehen wie meine Freundinnen, von allen geliebt werden. Ihre tiefen Stimmen und bösen Worte brachten mich wieder zum weinen. Ich flüchtete immer auf die Toilette, damit niemand davon mitbekam. Sie besuchten mich so oft, als ich auf Skifreizeit war. Und ich weinte so viel, dass ich unmöglich dort bleiben konnte. Nach zwei Tagen rief ich Papa an und bat ihn mich abzuholen.
Nach der Skifreizeit nahm ich mir vor abzunehmen. Mein Ziel war Kleidergröße 36, so wie Melanies Größe, und Körpergewicht 55 Kilogramm, so viel wie Sophia wog.
Tatsächlich nahm ich fünf Kilo ab und quetschte nach einem Jahr meinen Po in Größe 36. Stolz wie Oskar saß ich mit meiner ersten Jeanshose in Größe 36 im Unterricht. Gerade als ich unter den Tisch krabbeln wollte, um einen Stift aufzuheben, riss die Hose ein Stück ein. Die Hose riss und sie stürmten in den Raum. Ich sprang sofort auf, ließ den Stift wieder fallen und ging sofort in Abwehrhaltung. Für einen kurzen Moment schien das ganze Klassenzimmer zusammen zu zucken. Ihre tiefen Stimmen, ihre bösen Worte waren wieder da. So nah. So verdammt nah. Am liebsten hätte ich mich wieder eingekringelt, an der Bettdecke festgekrallt und den Kopf unter dem Kissen vergraben, aber ich war tarnlos. Ich war hier. Am falschen Ort. Und sie waren plötzlich auch hier. Ich konnte nicht anders und musste rennen. Schnell, weit und noch weiter. Ich hetzte aus dem Klassenzimmer. Sie jagten mir hinterher. Sie brüllten mich an. Sie brüllten, dass ich niemals geliebt werde, dass mich niemals jemand lieb haben wird, dass ich für immer eine Versagerin bleiben werde. Irgendwann packte mich einer von ihnen am Rockzipfel. Ich stolperte über meine eigenen Füße. Fiel hin, fiel auf den harten Steinboden, schlug mit dem Kopf auf. Dann das Blut, was sich rechts und links neben mir ausbreitete. Das Letzte, was ich mir wünschte war, dass mein Fett mit dem Blut aus meinem Körper strömt. Dann war ich weg. Im Krankenhaus wachte ich wieder auf. Ich hatte eine Platzwunde. Nach der Operation stellte ich fest, dass sich mein Wunsch nicht erfüllt hatte. Ich wog immer noch so viel wie vor dem Blutverlust. Deshalb war ich jetzt noch strenger mit mir selbst. Ich zog meinen Training- und Ernährungsplan richtig an. Mein neues Ziel waren 50 Kilogramm und eine nichtplatzende Kleidergröße 36.
Mit 16 Jahren erreichte ich mein Ziel tatsächlich. Seitdem hatte ich sie auch nie wieder gesehen. Ich war mir sicher, dass sie jetzt nie wieder kommen würden, weil ich keine Schokolade und keine Süßigkeiten mehr aß. Weil ich jetzt so dünn war wie meine Freundinnen und ohne Probleme in Größe 36 passte. Deshalb wollte ich mir ab und zu wieder etwas gönnen. Ich wollte ab und zu wieder ein Stück Schokolade essen. Wieder ein Stück Kuchen oder auch mal einen Schluck Cola trinken. Und ich wollte ab und zu mal Sportpause machen. Vielleicht einmal die Woche. Oder zweimal. Und das tat ich auch. Aber es funktionierte nicht. Sie kamen wieder. Ihre tiefen Stimmen, ihre bösen Worte suchten mich heim. Jedes Mal, wenn ich es auch nur versuchen wollte, waren sie da. Ich versuchte es sogar heimlich. Ich nahm die Schokolade mit auf Toilette. Doch sie brachten mich jedes Mal dazu alles wieder in die Toilette zu spucken. Sie zwangen mich irgendwann dazu. Sie prügelten auf mich ein alles wieder auszuspucken. Und ich gehorchte. Selbst wenn ich mit meiner besten Freundin unterwegs war, kamen sie. Im Kino, in dem es stockdunkel war, riskierte ich es in die Popcorntüte zu greifen und zack, waren sie wieder da. Erneute Geschichten von Menschen, die so waren wie ich, und die niemand lieb hatte.
Ich hasste sie. Ich hasste sie und ihre Geschichten. Und genauso fing ich an mich zu hassen. Irgendwann hasste ich sie so sehr wie mich selbst.
Mit sechzehn Jahren besuchten sie mich sehr oft. Als ich dann siebzehn Jahre alt war, war ich ihnen komplett ausgesetzt. Ich gehorchte ihnen immer mehr. Ich machte alles, was sie sagten. Und trotzdem kamen sie jeden Tag. Jeden Tag hatten sie neue Anforderungen. Jeden Tag erzählten sie neue Geschichten von Menschen, die so seien wie ich, die genau wie ich kaum noch aßen, aber immer noch zu viel. Von Menschen, die so seien wie ich, die genau wie ich jeden Tag zum Sport gingen, aber immer noch zu wenig Sport machten. Sie erzählten mir neue Geschichten von Menschen, die so seien wie ich, und die niemals jemand lieb haben würde.
Ich hörte auf zu Essen. Ich besuchte das Fitnessstudio zweimal am Tag. Ich wurde dünner. Immer dünner. Und sie waren zufrieden. Sie streichelten mich manchmal sogar. Manchmal sagten sie mir sogar, dass ich hübsch sei. Einer nahm mich sogar in den Arm und sagte mir, dass ich auf dem besten Weg bin.
Die letzten zwei Male als sie mich besuchten und schimpften war während dem Date mit Luka und an den letzten Weihnachten.
Ich hatte mir eine Currywurst mit Luka gekauft. Ich weiß nicht, warum ich das tat, aber es passierte und ich hatte sie mir gekauft. Ich wollte sie tatsächlich essen, aber dann kamen sie. Brüllten, schimpften und fingen an mich zu schlagen. Der Schlag auf die Wange tat so weh, dass ich mir Tränen die Wangen hinunter kullerten. Ich versuchte sie zu unterdrücken, ich wollte mich vor Luka nicht blamieren. Aber ich konnte sie nicht aufhalten. Deshalb rannte ich einfach weg und ließ Luka allein zurück.
An Weihnachten besuchten sie mich direkt am Morgen des Heiligabends. Sie befahlen mir im Zimmer zu bleiben. Ich sollte die Bescherung und auch das Weihnachtsessen ausfallen lassen. Ich gehorchte. Ich gehorchte ihnen und verbrachte die letzten Weihnachten in meinem Zimmer. Mit ihnen. Ich lag den ganzen Abend im Bett und lauschte den Stimmen der Gäste, die unten im Wohnzimmer gerade den Truthahn anschnitten. Ich hörte das Lachen meines kleinen Bruders, der scheinbar eine Eisenbahn geschenkt bekommen haben musste. Ich hörte, dass „Frohe Weihnachten“ meines Vaters, und das „Ho, ho“ meines Opas, der wieder den Weihnachtsmann spielte. Irgendwo in der ferne hörte ich das Läuten der Glocken. Es war Weihnachten und ich lag in meinem Bett. Aber sie waren bei mir. Ich lag in ihren Armen. Ab und zu strichen sie mir eine Strähne aus dem Gesicht, fuhren mir durchs Haar und streichelten mir den Rücken. „Ich geh mal rauf und frage, ob sie nicht doch kommen mag“, hörte ich die Stimme meiner Mama. „Stell dich schlafen“, befahlen sie mir. Ich gehorchte ihnen. Mama öffnete meine Zimmertür und ich tat so, als würde ich schlafen. „Sie schläft“, hörte ich Mama mit trauriger Stimme in die Dunkelheit hauchen, bevor sie wieder die Tür schloss. „Du hast alles richtig gemacht“, sagten sie mir. Und bevor ich tatsächlich einschlief sagten sie mir zum ersten Mal „Du bist wunderschön, Emmi“. Meine Gedanken lobten mich und sagten mir tatsächlich, dass ich wunderschön sei.

27 Comments

  • hansjoachimantweiler Oktober 25, 2015 at 12:39

    Liebende Mona

    Weihnachten ist immer dann
    Und nur dann
    Wenn ein Mensch zu Sich Selber sagt
    Ich liebe Mich
    Gleich ob Er dick oder dünn
    Jung oder alt
    Schön oder einfach Natur pur ist
    So wird Jener Mensch auch Seinesgleichen
    Beschenken
    Mit
    Du bist geliebt so wie Du bist
    Einfach weil es Dich gibt
    So einzigartig
    Einmalig
    Wie Ich
    Und Alles Leben
    Seiend
    Im Werden
    Unterwegs
    Zu Sich Selbst
    Begleiten Wir
    Einander

    Danke
    Frohe Weihnacht
    Dir Joachim von Herzen
    Und zu Christkind

  • roberimo Oktober 25, 2015 at 15:03

    Liebe Mona,
    auch diese Geschichte ist sehr ergreifend. Ich habe Essstörungen vorher irgendwie immer anders gesehen. Es gab halt Menschen, die eine Essstörung hatten. Oft weiß man auch nichts davon, wie in deinem Text auch. Emmi möchte nicht über ihre Essstörung reden. Man weiß nur: irgendetwas belastet denjenigen oder diejenige.
    Ich habe mich schon öfter gefragt, was in den Menschen mit einer Essstörung vor sich geht… Warum sie nicht einfach anfangen können mehr zu essen.
    Dass da eine psychische Blockade ist, übersehen viele, ich befürchte, ich habe das bisher auch nie so richtig beachtet.

    Ich danke dir für diesen tollen, ergreifenden Text. Du hast mir, aber ich denke auch vielen anderen näher gebracht, was in Menschen vor sich geht, die eine Essstörung haben. Vielleicht können wir diese nun besser verstehen. Ich hoffe es.

    Danke Dir und alles Liebe!

    • Mona Kuehlewind Oktober 25, 2015 at 16:51

      Lieber Robert! Ich danke Dir sehr für deinen Kommentar. Du glaubst gar nicht welch ein schönes Gefühl das ist, zu wissen, dass ich Menschen mit meinen Geschichten die Welt ein bisschen erkläre wenigstens ein bisschen was dazu geben kann, dass wir uns alle besser verstehen. Ich danke Dir. Alles Liebe 🙂

  • sternfluesterer Oktober 25, 2015 at 16:50

    Dass mit diesen Dämonen muss furchtbar gewesen sein. So habe ich so etwas noch nie gehört oder gelesen, nicht von jemandem, der es tatsächlich erlebt hat. – Solche Dämonen zu besiegen, muss unsagbar schwer sein, und der- oder diehenige der/die es schafft bzw. geschafft hat, eine Person, vor der ich nur den größten Respekt bezeugen kann und muss. – Wie schafft man so etwas?

    Nie wieder sollen solche Dämonen kommen, nicht zu Dir, und zu niemandem sonst.

    Ganz aus dem Herzen kommende Grüße an Dich und wieder vielen Dank für diesen mutuigen Eintrag.

    • Mona Kuehlewind Oktober 25, 2015 at 16:52

      Ich weiß leider auch nicht wie man sie besiegt, noch nicht .. Wenn ich es irgendwann einmal weiß, lasse ich es dich und all die Menschen da draußen wissen. Emmi und ich werden es sicher bald wissen, ich bin mir sicher!
      Nichts zu danken, ich danke DIR.

      • sternfluesterer Oktober 25, 2015 at 16:56

        Ich drücke ganz fest die Daumen, dass Ihr es schafft, Emmi und Du. Das sage ich nicht nur so, das MACHE ich – dafür habe ich so ein kleines spezielles tägliches Ritual für Menschen, die ich besonders schätze. – Ich hoffe, es hilft ein bisschen …

        NOchmals einen lieben Gruß!

  • christina.d Oktober 25, 2015 at 18:09

    Danke, liebe Mona, für das Vertrauen, dass Du diese Geschichte erzählst!
    Von Herzen,
    Christina

  • sophsoja Oktober 26, 2015 at 19:54

    Hallo Mona. Dein Text hat mich unsagbar traurig gemacht. Es macht mich fertig, dass so viele Menschen, vor allem junge Menschen, mit Essstörungen zu kämpfen haben. Ich wünsche dir, dass du wieder ein gesundes Verhältnis zum Essen entwickeln kannst.
    Ich habe mich ein wenig auf deinen Social-Media-Seiten herumgetrieben und habe gelesen, dass du anscheinend Veganerin bin. Darüber musste ich lächeln, denn das bedeutet, dass du auf dem richtigen Weg bist. Ich hatte (und habe) selbst mit meinem Körper zu kämpfen (wenn auch nicht so sehr wie du), und es hat mir wirklich geholfen zu sehen: Die Lebensmittel, die ich esse, sind nicht meine Feinde. Im Gegenteil, ich esse gute, vollwertige vegane Lebensmittel; und die helfen mir dabei gesund zu werden und gesund zu bleiben. Es tut meinem Körper gut, so viele Kalorien zu essen (Kalorien aus der richtigen Quelle, nämlich der pflanzlichen), ich fühle mich besser damit, ich kann spüren, wie ich langsam wieder gesund werde.
    Es hat eine Weile gedauert, bis ich das sehen konnte: Kalorien sind gut. Vegane, vollwertige Kalorien sind gut.
    Zudem geht es mir geistig und seelisch eine Millionen Mal besser, weil ich weiß, dass für mich keine Tiere leiden und sterben müssen. Auch dir scheinen die Tiere nicht egal zu sein und ich kann dir sagen: Es sagt viel über einen Menschen aus, wenn ihm andere – vor allem Tiere – so sehr am Herzen liegen. Es sagt etwas darüber aus, wie empathisch und liebevoll ein Mensch ist. Und das ist etwas Wunderbares. Deshalb möchte ich dir dafür danken, dass dir die Tiere nicht egal sind.
    Alles Liebe,
    Soph

    • Mona Kuehlewind Oktober 26, 2015 at 20:22

      Liebe Soph, du musst dich bei mir für gar nichts bedanken! Ich habe dir für deinen wunderbaren Kommentar zu danken. Ja, ich versuche mich vegan zu ernähren. Manchmal fällt es mir noch etwas schwer, aber das komische ist, dass vegan Lebensmittel Wunder mit meiner Essstörung bewirken. Als könnten sie die Essstörung heilen, habe ich keine Angst mehr davor zu essen, viel zu essen und das zu essen worauf ich Lust habe. Die Umstellung auf eine vegane Ernährung hat es mir letztendlich ermöglicht zu Essen, ohne zu viel darüber nachzudenken und vor allem mit einem guten Gewissen zu essen und sich danach immer noch gut zu fühlen. Ich bin einfach sehr froh meine Ernährung umgestellt zu haben, denn sie hilft mir in gewisser Weise sehr.
      Es ist schön, dass sie auch dir ganz ganz viel geholfen hat. Das ermutigt mich genau so weiter zu machen. DANKE 🙂

      • sophsoja Oktober 27, 2015 at 19:14

        Ich bin sehr froh darüber, dass du auf einem guten Weg bist; und es macht mich auch sehr glücklich, dass ich dich ermutigen konnte, so weiterzumachen. 🙂 Ich glaube daran (und es gibt auch tonnenweise Studien, die das belegen), dass eine vegane Ernährung jemanden heilen kann – körperlich und seelisch.
        Du bist noch so jung, und du hast jetzt schon einen Weg gefunden, zu einem gesunden Körper und Geist zu kommen und das, ohne dass Tiere dafür leiden müssen – viele Menschen schaffen das ihr ganzes Leben lang nicht. Du kannst stolz auf dich sein. 🙂 Viel Erfolg auf deinem weiteren Weg, Mona!
        Alles Liebe!

  • Beat(e)s Welten Oktober 26, 2015 at 20:03

    Was für eine entsetzlich traurige Geschichte! Stark erzählt!
    Aber das Traurigste daran ist für mich, welche Kraft „sie“ haben mit der Drohung, dass niemand Euch lieben wird. Wer sind „sie“? Wem gehören diese Stimmen?
    Und wo sind diejenigen, die es ermöglicht haben, dass in Euch so ein entsetzliches Liebes-Vakuum entsteht?

    • Mona Kuehlewind Oktober 26, 2015 at 20:17

      Ich danke Dir! Wenn ich wüsste, wer sie sind und wo sie herkommen, dann würde sie alle „umbringen“ und alle Menschen wieder glücklich und gesund machen. Das wäre mein größter Wunsch! Nur leider weiß ich es selber nicht ..

  • denkoenig Oktober 26, 2015 at 20:16

    Hallo Mona, richtig starker Beitrag! Man kann sich richtig hineinversetzen!
    Im Allgemeinen liebe ich deine Texte, Gedanken und das vor sich hin philosophieren.
    Deshalb habe ich dich auch für den „Mein Liebster Award“ nominiert. Auch wenn ich mit deiner Nominierung ein wenig die Regeln breche!!
    Würde mich freuen wenn du auf meinem Blog vorbeischaust & mitmachst! (https://genussatelier.wordpress.com/2015/10/26/liebster-award-nominierung/)

    Danke dafür, dass du mich immer wieder zum Denken anregst!! 🙂

    • Mona Kuehlewind Oktober 26, 2015 at 20:33

      Liebe Denise! Das ist unglaublich lieb von dir, ich danke Dir.
      Momentan bin ich leider ziemlich beschäftigt und habe nicht ganz so viel Zeit, aber ich werde es auf jeden Fall nachholen, so bald hier etwas Ruhe eingekehrt ist. Aber die Zeilen, die du in deinem Beitrag über mich geschrieben hast, sind super süß. Danke :-*

  • ultimativefangirls Oktober 27, 2015 at 18:58

    Liebe Mona!
    Du schreibst wirklich wunderschön, diese Geschichte hat mich sehr berührt. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass meine beste Freundin auch unter einer ernsten Essstörung litt. Deshalb fühle ich mich in gewisser Weise mit deiner Geschichte verbunden. Man merkt wie viel Mühe und Gefühl dahinter steckt, weiter so! <3
    Liebe Grüße Lena

  • christina.d Oktober 27, 2015 at 22:11

    Liebe Mona, gerade habe ich bereits eine Nominierung hier gesehen, und auch ich habe Dich nominiert für den Liebster Award. 🙂 Wenn Du magst und es für Dich passt, schau einfach mal vorbei unter:
    https://swestere.wordpress.com/2015/10/27/liebster-award/
    Alles Liebe, Christina

  • ouwefeniks Oktober 28, 2015 at 17:49

    Hallo Mona, Du schreibst tolle Sachen. Ich lese sie gerne. Für dich sind einige der Dinge, von denen du schreibst, vermutlich weniger lustig. Es ist dein Leben. Das ist nicht immer lustig. Genau wie meines.
    Ich frage mich hin und wieder, ob es irgendjemand gibt, mit dessen Leben ich tauschen möchte. Bisher habe ich noch keinen gefunden.
    Übrigens, zu mir kommen die auch. Nein, eigentlich ist es nur einer, aber der ist immer wieder mal da. Schon immer.
    Früher habe ich meistens so getan, als würde ich ihn nicht hören. Geholfen hat es nicht.
    Irgendwann habe ich raus gekriegt, dass ich mich mit ihm unterhalten kann. Wort und Wiederwort, weißt du. Manchmal richtig streiten. Manchmal auch Fragen und Antworten. Wenn ich ihn herbeirufe, kommt er.
    Seit dem weiß ich, dass ich, egal was er sagt, ich trotzdem machen kann, was ICH will. Aber dass sein Kommentar mir doch immer wichtig ist. Auch wenn er sich nur die Augenbrauen hoch zieht. Oder schmunzelt.
    Liebe Grüße
    Ouwe Feniks

    • Mona Kuehlewind Oktober 28, 2015 at 17:53

      Hallo! Das ist ein sehr schöner Kommentar. Ich habe ihn gern gelesen und deshalb auch gleich zweimal.
      Ich finde es großartig, dass du erkannt hast, dass du trotz ihm, der auch dich besuchen kommt, deinen Weg gefunden hast und machen kannst, was du willst. Das ist wahnsinnig toll und davor habe ich allergrößten Respekt.
      Ich kann es leider noch nicht. Zumindest nicht immer. Aber ich arbeite daran und das Schreiben hilft mir ungemein. Da tue ich nämlich sowas von „was ich will“ und nicht „was sie wollen“. Und das ist echt ein schönes Gefühl!

      Lieben Dank für deinen Kommentar,
      Mona

  • Zerdenkender Oktober 30, 2015 at 16:55

    Da hast du dich dem Blatt wirklich geöffnet. Wunderschön und ergreifend, gute Arbeit :).

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