Warum ich bin wie ich bin

Oktober 8, 2015

 

Manchmal begegne ich Menschen, denen ich gar nicht begegnen will. Menschen, die mich an mein „altes Ich“ erinnern und die das „neue Ich“ wieder in Frage stellen. Fragen wie „War es richtig sich aus dem Fitnessstudio abzumelden?“, „War es die richtige Entscheidung keine Kalorien mehr zu zählen?“, „War es richtig sich nicht mehr auf die Waage zu stellen?“, kreisen mir dann durch den Kopf.
Solche Menschen lassen unendlich viele Zweifel in mir aufkommen. Nicht, weil sie an mir zweifeln, sondern weil sie einfach so echt sind. So echt, wie mein „altes Ich“.
Das sind Menschen, die mir im Supermarkt mit einem Einkaufswagen voller Obst und Gemüse begegnen, während ich an ihnen mit einer Kekspackung vorbeigehe. Menschen, die neben mir vor dem Süßwarenregal stehen und dann zu den Reiswaffeln greifen, während ich die Schokolade aus dem Regal ziehe. Menschen, die stundenlang die Verpackungen von Lebensmitteln studieren und nach Kalorien einkaufen. Menschen, bei denen man sich fragt, warum sie überhaupt einen Supermarkt betreten, wenn sie am Ende nur mit einem Apfel an der Kasse stehen. Menschen, die den Schuhladen mit Sportschuhen verlassen, derweil ich den Laden mit einem neuen Paar High Heels verlasse. Menschen, die in der Kantine nur einen Salat essen. Menschen, die Cola Light oder grünen Tee trinken. Manchmal sind es aber auch nur solche Menschen, die aufzählen, was sie bereits „nur gegessen haben“, wie viel Sport sie gestern gemacht haben und am besten noch wie viel Kalorien sie dabei verbrannt haben.
Manchmal begegne ich solchen Menschen, denen ich gar nicht begegnen will und das tut weh. Sehr sogar. Aber sie merken es nicht. Sie wissen nicht, wie sehr ich sie dafür hasse, dass sie den Wagen voller Obst und Gemüse haben. Dass sie diejenigen sind, die die Reiswaffeln kaufen, die Cola Light und den grünen Tee trinken. Sie wissen nicht, wie sehr ich sie dafür hasse, dass sie den Salat essen und ich daneben sitze und auf meinem Teller eine XXL Portion Spaghetti liegt. Sie wissen nicht, wie sehr mir das weh tut.
Aber wenn sie es wissen würden, würden sie dann mit mir die Cola trinken und die Spaghetti essen? Ich glaube nicht. Deshalb muss ich manchmal einfach den Schmerz aushalten, wenn ich Menschen begegne, denen ich gar nicht begegnen will.
Lange Zeit ging das auch gut. Der Schmerz tat weh. Höllisch weh. Wie ein Stich, mitten ins Herz, traf es mich, wenn ich solchen Menschen begegnete. Aber ich lernte mit dem Schmerz umzugehen. Ich redete mir ein, dass solche Menschen die Reiswaffeln nur für das gute Gewissen kauften, weil zuhause auf sie ein Schrank voller Schokolade und Gummitieren wartete. Genauso wie sie Obst und Gemüse kauften, Cola Light und grünen Tee tranken. Eben nur für das gute Gewissen. Und um das schlechte Gewissen für einen kurzen Moment, einen Atemhauch von Zeit, verdrängen können. Das ein Atemhauch aber verdammt kurz ist, würden dann auch sie an dieser Stelle merken.
Durch diese Einbildung kam ich mit dem Schmerz ganz gut klar.
Das es allerdings nur eine Einbildung war, erfuhr ich kurze Zeit später. Ich begegnete einem Mensch, dem ich nicht begegnen wollte. Er war auch einer von den Solchen. Denen, die nur fürs gute Gewissen Obst und Gemüse einkauften.
Dachte ich zumindest.
Es tat weh, als ich ihn zum ersten Mal sah. Wie er dort stand und sich nicht entscheiden konnte, ob er die Banane oder doch lieber den kleinen grünen Apfel nehmen sollte. Es tat so sehr weh, dass ich vergaß, wie man mit dem Schmerz umging und entwickelte wieder diesen Hass. Hass auf Menschen. Hass auf ihn, wie er da stand und sich nicht zwischen Obst, zwei natürlichen Produkten, frei von Zusatzstoffen und bösem Zucker, entscheiden konnte. Zwischen 55kcal mehr, die die Banane vom Apfel unterschied. Ich hasste ihn so sehr, dass ich hinging und ihm sagte, dass er die Banane nehmen soll. „Warum?“, fragte er damals völlig entsetzt. „Weil sie mehr Kalorien hat und nur ich die dünnste sein darf und Äpfel essen darf “, wollte mein „altes Ich“ antworten. Ich sagte aber bloß „Darum“ und ging weg. Als ich an der Kasse stand, meine Tafel Schokolade aufs Kassenband legte, sah ich, aus dem Augenwinkel heraus, wie sich ein kleines rotes Körbchen hinter mir hin und her bewegte. In dem kleinen Körbchen lag eine Banane. Ich drehte mich um und sah, wie er hinter mir stand. „Ich habe die Banane genommen“, grinste er. „Umwerfend“, platze es aus mir heraus. „Was?“, hakte er verwundert nach.. „Du natürlich oder sieht hier noch jemand so gut aus?!“, klingelte es in meinem Kopf. „Ähm, also, äh die Banane“, „Das du die Banane genommen hast“, rettete ich mich. „Okay“, lachte er. Ich glaube er lachte mich damals aus. Aber so sah er noch umwerfender aus. Aber ich hasste ihn trotzdem.
Ich hasste ihn, weil er der einzige Mensch war, bei dem ich jedes Mal vergaß, wie ich mit dem Schmerz umgehen sollte.
Ich hatte nach vielen Monaten gelernt mit dem Schmerz irgendwie klarzukommen. Ich war mir immer sicher, an was ich denken musste, wenn ich den solchen Menschen begegnete, denen ich eigentlich gar nicht begegnen wollte. Ich wusste, dass ich dann bloß an ihr Süßigkeitenregal denken musste und schon war der Schmerz gelindert.
Aber immer wenn ich ihm begegnete, tat es wieder weh. So weh, dass ich jedes Mal zu ihm hinging und ihm befahl, die Banane anstatt den Apfel, das Schweinefleisch anstatt die Pute und den Jogurt anstatt den Magerquark zu nehmen.
Anfangs war es nur der Hass, wenn ich ihn sah. Doch irgendwann wurde es mehr. Wurde es Liebe. Aber der Hass, der wollte nicht fort. Der wurde mit der Liebe nur noch größer, stärker, intensiver. Und ich entwickelte eine Hassliebe. Ich hasste ihn dafür, dass er einer der solchen war. Gleichzeitig verliebte ich mich aber in ihn.
Als er mich das erste und letzte Mal zu sich einlud, hatte ich große Angst. Ich hatte keine Angst vor ihm, vor seinen Eltern oder seinem Hund. Aber ich hatte Angst vor seinem Schrank. Seinem nicht existierendem Süßigkeitenschrank. Vor dem Schmerz, der mein Herz dann durchbrechen würde.
Ich hatte mir bisher immer eingebildet, dass er, als einer der Solchen, auch einen Schrank mit Süßigkeiten besitzt. Dass er auch nur für sein gutes Gewissen die ganzen gesunden Produkte einkaufte.
Aber dann stand ich dort, dort vor seiner Tür, drückte auf die Klingel und zweifelte zum ersten Mal an meiner Einbildung, dass all die solchen Menschen, denen ich nie begegnen wollte, keinen Süßigkeitenschrank besaßen. „Wie sollte ich das ertragen? Wie sollte ich den Schmerz ertragen können, wenn ich den Beweis dafür hätte, dass ich mir all das nur eingebildet hatte? Dass die Menschen in Wahrheit wie mein „altes Ich“ waren?“
Aber ich hatte die Hoffnung, dass er mich heilen konnte. Er musste ja bloß seinen Süßigkeitenschrank öffnen. Mehr musste er ja gar nicht tun.
Ich klingelte, er öffnete die Tür und bat mich und meine Zweifel hinein. Wir steuerten direkt die Küche an. Ich war mir sicher, dass er mir den Schrank zeigen wollte. Er wollte mich heilen.
Als wir in der Küche standen, präsentierte er mir stolz seinen Eiweißvorrat, den er in Regal Nummer Eins lagerte. Regal eins von drei. Mit Regal Nummer Zwei bewies er mir, dass er von Kartoffeln nicht genug bekommen kann. „Und in dem dritten Regal?“, fragte ich, in der Hoffnung, das Süßigkeitendepot zu entdecken. „Ach, da …“, lachte er. „Du kannst doch ruhig zeigen, dass du auch mal ein bisschen was ungesundes isst. Ist doch normal“, zwinkerte ich ihm zu. „Denkst du ich will fett werden? Da sind nur Teller drin“, lachte er laut und gestattete mir einen Blick in das dritte Regal. Teller. Fünf weiße Teller. Fünf Sekunden später und ich rannte aus dem Haus und war weg. Wir sahen uns das letzte Mal.
Es kostete mich einige Wochen, bis ich mich wieder unter die Menschen traute. Ich hatte keine Angst ihm zu begegnen. Aber ich hatte Angst den Menschen zu begegnen, denen ich eigentlich gar nicht begegnen wollte. Weil ich jetzt nicht mehr wusste, wie ich den Schmerz lindern konnte. Ich konnte mir jetzt nichts mehr einbilden. Ich konnte jetzt nicht mehr mit dem Finger auf sie zeigen und sagen, dass diese Menschen nur fürs gute Gewissen einkauften. Ich konnte sie jetzt nicht mehr auslachen und sagen „Ich weiß von deinem Süßigkeitenschrank.“. Denn sie hatten ja in Wahrheit gar kein schlechtes Gewissen und sie hatten in Wahrheit auch gar keinen Süßigkeitenschrank. Sie waren alle wie er und wie mein „altes Ich“. So wahr, so echt und so nah. Nichts „zum lieb haben“.„Zum hassen“ waren sie für mich.
Als ich dann nach einigen Wochen wieder unter ihnen war, auch unter den Solchen, tat es wieder sehr oft weh. Und ich wusste nichts, was den Schmerz hätte lindern können, außer wieder einer von ihnen zu werden. Einer der Solchen eben.
Ich nahm wieder mein Körbchen und griff zu frischem Obst und Gemüse. Ich drehte, genau wie sie, die Verpackungen um, studierte Nährwerte und kaufte nach Kalorien ein. Ich stellte mich morgens auf die Waage. Besuchte drei Stunden das Fitnessstudio und erzählte am nächsten Tag was ich „nur gegessen habe“, wie viel Sport ich gemacht habe und wie viel Kalorien ich dabei verbrannt habe. Ich verließ den Schuhladen, wie sie, mit neuen Sportschuhen und bestellte in der Kantine wieder den Salat. Natürlich gab es auch nur noch die Cola Light und den Grünen Tee.
Ganze drei Tage. Dann war ich so schnell aus der Nummer wieder draußen, wie ich, vor drei Tagen, auch in der Nummer drin war.
Und das hatte einen ganz simplen und einfachen Grund.
Ich hatte verlernt das „alte ich“ zu sein. Ich hatte verlernt nach Kalorien zu leben. Ich wusste nicht mehr, wie ich die Kalorien ausrechnen sollte, nur noch, wie man den Satz des Pythagoras berechnet. Ich hatte vergessen wie man im Fitnessstudio trainiert. Ich wusste gar nicht mehr, wie Kreuzheben geht oder wie man Kniebeugen richtig ausführt. Ich wusste nicht mehr, wie man sich den abscheulichen Geschmack von Grünen Tee vergisst und wie man es schafft 30 Minuten auf dem Laufband, ohne Pause, zu joggen. Ich wusste nicht mehr, wie man den Salat, ohne Dressing, runter bekam und wie man es schaffen konnte den Spaghetti zu widerstehen.
Ich hatte vergessen, wie man sein muss, damit man so ist, wie die Solchen und so ist, wie mein „altes Ich“.
Alles was ich jetzt nur noch wusste war, dass es keinen ungenießbareren Tee gab, als den Grünen. Dass Coca Cola tausendmal besser schmeckte, als Cola Light und Spaghetti mein Leibgericht waren. Alles was ich jetzt nur noch wusste war, dass ich nicht mehr so sein konnte, wie die solchen und wie mein „altes Ich“.
Deshalb war ich nach drei Tagen wieder als „ich“ unterwegs.
Und warum bin ich jetzt wie ich bin?
Der Schmerz sie zu sehen, die Solchen, die Menschen, denen ich nicht begegnen will, tut zwar immer noch weh, sehr sogar. Aber der Schmerz „nicht zu sein wie ich bin“ tut noch viel viel mehr weh.    Deshalb bin ich wie ich bin. Und wie bist du?

8 Comments

  • sternfluesterer Oktober 8, 2015 at 19:45

    Ich BIN ich, liebe Mona.

    Wenn es etwas ist, was ich mit voller Überzeugung sagen kann, dann das. Ich vermag mich nicht zu verstellen. (Das ist mitunter ein bisschen ein Handycap, weil es angreifbar und verletzlich macht, aber auch dazu stehe ich.) Ich mag mich nicht immer, ich schelte mich für dies und das, ich gehe mitunter (zu hart, wie andere meinen) mit mir ins Gericht. Aber ich bin froh, ja sogar stolz, der zu sein, der ich bin. Manche „Macke“ hätte ich zwar nicht so gern, aber das ist weniger schlimm als es schlimm wäre, wenn ich gar keine „Macken“ hätte.

    Du hast in Deinem Text sehr häufig das Wort HASS verwandt. – Glaube es mir oder glaube es mir nicht, aber ich hasse grundsätzlich nicht. Hass und Neid kenne ich ich grundsätzlich nicht. Es sind die beiden Eigenschaften, die alles zerstören, nicht etwa nur diejenigen, gegen die sie gerichtet sind, sondern uns selbst. Sie sind für das meiste Unheil auf dieser Welt die Ursache. – Ich lasse diese beiden Eigenschaften einfach nicht zu, ich lebe sie nicht, und, ich bemühe mich mir selbst gegenüber verantwortungsvoll zu sein.

    Das Letztere klingt womöglich noch unglaubwürdiger als das Erste. Denn wenn Du in meinem Blog mal ein bisschen mehr hin- und her blättern würdest, wüsstest Du, dass Letzteres betreffend, die Betonung auf „bemühe“ liegen muss. – Ich habe erfahren und lernen müssen, dass mein Zusammenbruch vor gut 1 1/2 Jahren wenigstens zur Hälfte damit zu tun hatte, dass ich nicht verantwortungsvoll genug mit mir umgegangen bin. Allerdings war mir das zuvor nicht bewusst, ich dachte immer, ich tue genug für mich.

    Nach meiner schlimmen Erfahrung bemühe ich mich nun noch mehr und vor allem bewusster.

    Auf das Problem mit dem Essverhalten bezogen könnte man sagen: Wenn jemand, wenn Du, generell gesundheitsbewusst isst, höchstens wenig Fleisch zum Beispiel, nicht übermäßig Zucker usw. – dann ist es in Ordnung. Wenn er/sie es weiter treibt, so dass er letztlich seiner Gesundheit schadet, dann handelt er/sie nicht mehr verantwortungsvoll genug sich selbst gegenüber. –

    Sich in Maßen ein Stück Schokolade zu gönnen, die Lieblingsnudeln zu verspeisen oder ein schönes Eis zu genießen, kann und wird dann nicht verantwortungslos gegen sich selbst sein, wenn man generell auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung achtet.. Sich mal etwas zu „gönnen“ trägt auch zum Wohlbefinden bei, zur Lebensqualität – und DAS zählt, das macht Verantwortung sich selbst gegenüber aus – denn nur in einem solchen Gleichgewicht kann man auf Dauer der sein, der man will, etwa, das tun, das bewirken, was man sich vorgenommen hat, auch zum Beispiel, anderen Menschen zu helfen, sie zu unterstützen, ein guter Freund zu sein usw.

    Genug des „Vortrags“ 😉 (Es sollte gar keiner werden …)

    Ich selbst habe, wie gesagt, in Bezug auf die Verantwortung mir selbst gegenüber nach wie vor viel zu tun, muss sehr auf mich aufpassen, WILL es auch, weil ich NICHT WILL, dass sich wiederholt, was vor 1 1/2 Jahren passiert ist. Für mich nicht, für meine Familie nicht, für keinen.

    Und weil Du mittlerweile ein Mensch für mich bist, den ich sehr zu schätzen beginne, dessen Art zu denken, zu schreiben, ich sehr mag und, wie ich ahne, auch etliche Deiner Wertvorstellungen und Grundsätze, kann ich Dir auch nicht wünschen, dass sich die Krankheit, die Du hattest, sich für Dich wiederholt.

    Ich bin froh, dass Du DU bist, dass Du DU bleiben willst. Ich will das für mich auch. Und ich finde es großartig und motivierend, dass wir insoweit schon mal zwei sind.

    In diesem Sinne, liebe Mona, ganz viele, Dir ebenso Zuversicht wie weitere Motivation schenkende und obendrein nur liebe Grüße an Dich!

    • Mona Kuehlewind Oktober 9, 2015 at 10:33

      Ohje, jetzt komme ich aber mächtig ins Staunen und muss aufpassen, dass es mir nicht ganz und gar die Sprache verschlägt. Dein Kommentar hat mich wortwörtlich umgehauen. Deshalb gelang es mir auch nicht direkt zu antworten.
      Du hast nicht nur toll geschrieben und die richtigen Worte gewählt, sondern mich auch verstanden. Wie ich denke und wie ich fühle. Das können, meiner Meinung nach, nur die wenigsten Menschen.
      Aber noch viel toller ist es, dass du es auch willst. Dass du du sein willst und es auch bleiben willst. Dieser Wunsch ist großartig und ich würde mir wünschen, dass jeder Mensch diesen Wunsch hätte .. Ich weiß, wie schnell man diesen Wunsch verlieren kann, wie schnell man ihn ersetzen kann durch den Wunsch jemand anders sein zu wollen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir, die die es verstanden haben, die Menschen dazu aufrufen sie selber zu sein. Einfach sie selbst zu sein.

      Herzlichste Grüße, und TAUSEND DANK!!

    • Marnit Roswein Oktober 9, 2015 at 23:26

      Ja, das Wort Hass ist mir auch sehr aufgefallen. Ich betrachte es als eingefrorene Liebe, erstarrte Liebe. Meine Figur hat mir irgendwann nicht mehr so viel bedeutet, dass ich ihretwegen auf Genuss verzichtet hätte. Ich habe sogar festgestellt, dass ich schlanker werde, wenn ich „Psycho-Hygiene“ betreibe und lieber darauf achte, dass ich glücklich und fröhlich sein kann, mit anderen Menschen oder mit mir allein, mit Büchern oder eigenen Erlebnissen…
      Das gute Maß zu finden, ist die Kunst. Und der Grüne Tee im Rahmen einer Japanischen Teezeremonie ist mir ein Hochgenuss geworden. Zumal vorher eine Süßigkeit geschmeckt werden muss. Eine sinnliche Erquickung!

  • Jule Wech Oktober 12, 2015 at 22:16

    Es ist gut , daß du sein willst , wie du bist … es tut uns nämlich gar nicht gut , uns auf längere Sicht zu verleugnen … wir können nur wir sein und niemals die anderen … und versuchen wir es doch , bleiben wir immer ein billiger Abklatsch …
    Jeder Mensch ist auf seine Weise einzigartig und gerade das macht es ja auch interessant , andere Menschen kennenzulernen …
    Und auf die Meinung der „Solchen“ kannst du getrost verzichten … iß deinen Salat mit Dressing , so schmeckt er auch viel besser … Genießen ist eine Kunst , die mancher auf die harte Weise lernen muß …
    Wenn du genießen kannst , dir also selber etwas Gutes tust , dir selber etwas gönnst , dann hast du angefangen , dich zu lieben … das ist ein großer Schritt und ich beglückwünsche dich dazu !

    Ganz lieben Gruß
    Jule

    • Mona Kuehlewind Oktober 12, 2015 at 22:18

      DANKE Jule! Deine Worte tun mir unheimlich gut. Ich lerne so viel. So viel Neues, so vieles, über das ich zuvor noch nicht nachgedacht habe. Danke Dir!

  • dieSuchende Oktober 17, 2015 at 18:11

    Ich hab das auch mal gemacht – das was du beschreibst von den anderen.
    Bei mir war es krank. Und neidisch auf mich zu sein – das hätten nur die
    Leute können, die nicht wußten, unter welchen Opfern ich mich gequält habe.
    Heute bin ich nicht mehr eßgestört. Ich habe keine Waage
    mehr und habe zugenommen. Ich lebe damit. Esse, was ich mag. Und das
    ist zu Hauf ungesund. Ja und manchmal hab ich Angst, vor den Blicken,
    die mich als dünnen Menschen kannten und werten. :-/

    Aber was krank sein heißt, weiß ich… sie wissen es nicht. Deshalb muss
    ich damit leben. Im Wissen, dass ich so besser dran bin.

  • farsight3 Oktober 22, 2015 at 15:07

    😉 Da fiel mir auf einmal wieder Jacques Prévert (1900 – 1977) ein. Danke…

    Ich bin wie ich bin

    Ich bin die ich bin
    Ich bin so gebaut
    Kommsts mir in den Sinn
    So lache ich laut
    Ich lieb den der mich liebt
    Was kann ich dazu
    Daß es mehrere gibt
    Ich lieb immerzu
    Ich bin wie ich bin
    Was kann ich dafür
    Mehr ist nicht drin
    Was wollt ihr von mir
    ……

    Es mach Euch nichts aus
    Ob mich was betrübt
    Jawohl ich liebte ihn
    Und er hat mich geliebt
    Wie Kinder sich lieben
    Und nur von Liebe wissen
    Von Liebe von Liebe
    Wozu die Fragereien
    Ich gefalle nun mal
    Und füg mich darein.

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